11 January 2026, 00:48

Gerhard Polt verabschiedet sich mit A scheene Leich vom Münchner Kammerspiele

Vier Personen, die auf der Bühne performen, mit einem Plakat oben rechts.

"Ende einer Ära" - Letzte Vorstellung von Polt-Play - Gerhard Polt verabschiedet sich mit A scheene Leich vom Münchner Kammerspiele

Gerhard Polt hat nach einem halben Jahrhundert am Münchner Kammerspiele vermutlich seine letzte große Produktion inszeniert. Mit A scheene Leich, seinem jüngsten Stück, verabschiedete sich der 83-Jährige nach einer emotionalen Abschiedsvorstellung – das Publikum belohnte die letzte Aufführung mit donnerndem Applaus und stehenden Ovationen.

Sein Debüt am Münchner Kammerspiele gab Polt 1975 während einer Kabarettwoche im Werkraum. Der Durchbruch gelang ihm drei Jahre später mit Kehraus – ein Stück, das später auch verfilmt wurde. Seither prägt er das Theater wie kaum ein anderer.

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A scheene Leich, seine aktuellste Arbeit, feierte 2023 Premiere und wurde in 52 ausverkauften Vorstellungen gezeigt. Der letzte Vorhang markierte das Ende einer Ära: Intendantin Barbara Mundel bestätigte, dass keine weiteren groß angelegten Produktionen mit wochenlangen Proben mehr geplant sind. Stattdessen wird Polt künftig in leichteren Formaten zu erleben sein – etwa bei Lesungen oder Auftritten unter seinem Bühnenalter Ego Biermösl Blosn gemeinsam mit den Well-Brüdern. Auch abseits der Kammerspiele bleibt sein Terminkalender gut gefüllt: Ende Januar 2024 steht ein Auftritt mit Josef Hader in Münchens Lach- und Schießgesellschaft an.

Zwar endet mit A scheene Leich vorerst die Zeit der großen Theaterinszenierungen für Polt – doch seine Verbindung zur Bühne und zum Publikum lebt in neuen Formen weiter. Nach 50 Jahren am Münchner Kammerspiele, die 1975 begannen, tritt seine langjährige Partnerschaft mit dem Haus nun in eine andere Phase: Künftig wird sein Schaffen dort vor allem in kleineren Formaten präsent sein.