Geflügelpreise in NRW steigen vor Martinstag – drohen Engpässe durch Vogelgrippe?
Angelo ReuterHöhere Geflügellepreisen vor dem St. Martinstag - Geflügelpreise in NRW steigen vor Martinstag – drohen Engpässe durch Vogelgrippe?
Geflügelpreise in Nordrhein-Westfalen steigen vor Martinstag 2023
In Nordrhein-Westfalen sind die Preise für Geflügel in diesem Jahr vor dem Martinstag deutlich angestiegen. Im Oktober 2023 lagen die Kosten für frisches Geflügel um 8,5 Prozent höher als im selben Monat des Vorjahres. Gleichzeitig bleibt ungewiss, ob die Vogelgrippe in den kommenden Wochen die Versorgung mit Gänsen und Enten beeinträchtigen wird.
2022 hatten Verbraucher in der Region insgesamt etwas weniger für Geflügel bezahlt – die Preise sanken im Vergleich zu 2021 um 1,6 Prozent. Besonders frisches Geflügel verbilligte sich damals um 2,1 Prozent. Doch 2023 kehrte sich der Trend um: Im Oktober stiegen die Preise für Geflügelfleisch im Jahresvergleich um 7,8 Prozent.
Nordrhein-Westfalen ist bei traditionellen Gerichten stark von importierten Gänsen abhängig. 2022 führte die Region 657 Tonnen ganze Gänse aus Polen ein – das entsprach 99 Prozent aller Gänseimporte. Fast alle Tiere waren tiefgekühlt, der Gesamtwert belief sich auf 1,9 Millionen Euro.
In diesem Jahr sind sich Branchenexperten uneinig, ob Ausbrüche der Vogelgrippe die Lieferketten beeinträchtigen könnten. Einige warnen vor möglichen Engpässen, andere rechnen mit einer stabilen Versorgung für die Feiertage.
Die Preiserhöhungen fallen in eine Phase steigender Nachfrage nach traditionellen Martinigans-Gerichten. Da der Großteil der Importe aus Tiefkühlgänsen besteht, werden Händler auf bestehende Lagerbestände zurückgreifen müssen, falls frische Lieferungen ausbleiben. Je nach Entwicklung der Vogelgrippe in den nächsten Wochen könnten die Preise für Verbraucher weiter schwanken.






