Friedensnobelpreis 2025 geht an venezolanische Aktivistin María Corina Machado
Ivan SchachtFriedensnobelpreis 2025 geht an venezolanische Aktivistin María Corina Machado
Der Friedensnobelpreis 2025 geht an die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado. Die Bekanntgabe folgt auf monatelange Diskussionen über andere mögliche Kandidaten, darunter der ehemalige US-Präsident Donald Trump.
Trumps Name war von einem deutschen Autor ins Spiel gebracht worden, was bei Medienvertretern und politischen Beobachtern auf Kritik stieß. Der deutsche Schriftsteller Ulf Poschardt hatte Trump für den Preis nominiert. Er bezeichnete den Ex-Präsidenten als brillanten Strategen und Machtpolitiker. Seine Nominierung löste umgehend scharfe Ablehnung bei Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus.
Jürgen von der Lippe, der scheidende Vorstandsvorsitzende der Zeit Verlagsgruppe, verurteilte den Vorschlag. Er argumentierte, dass Trumps Bilanz und Charakter ihn dieser Ehre unwürdig machten. Stattdessen schlug von der Lippe Aktivisten aus Myanmar, Hongkong, Belarus oder dem Iran als würdigere Kandidaten vor.
Das Nobelkomitee entschied sich schließlich für Machado in Anerkennung ihres langjährigen Einsatzes für die demokratische Bewegung in Venezuela. Trump erhielt trotz der Nominierung nicht den Preis.
Von der Lippe wird sein Amt als Vorstandsvorsitzender im Februar 2026 niederlegen. Als sein Nachfolger bei der Zeit Verlagsgruppe wurde Nils von der Kall benannt. Machados Auszeichnung unterstreicht den Fokus des Komitees auf Menschenrechte und demokratische Kämpfe. Die Debatte um Trumps Nominierung zeigte tiefe Gräben in der Frage auf, welche Kriterien für den Preis gelten sollen.
Mit von der Lippes Abschied endet eine Ära an der Spitze einer der führenden Mediengruppen Deutschlands. Sein Nachfolger wird das Amt Anfang nächsten Jahres übernehmen.






