Frau täuscht eigene Entführung vor – und scheitert kläglich vor dem Kölner Dom
Ivan SchachtProzess: Frau simuliert eigene Entführung beim Ehemann - Frau täuscht eigene Entführung vor – und scheitert kläglich vor dem Kölner Dom
Eine Frau, die ihre eigene Entführung vorgetäuscht hatte, um von ihrem Ehemann Geld zu erpressen, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Fall ereignete sich in Köln, wo die 42-Jährige eine aufwendige Täuschung inszenierte, die zu polizeilichen Ermittlungen und einem Gerichtsverfahren führte.
Der Vorfall begann, als der Ehemann der Frau WhatsApp-Nachrichten erhielt, in denen behauptet wurde, sie sei entführt worden. Die Absender forderten ihn auf, 5.000 Euro auf ein Bankkonto zu überweisen, und warnten, das Leben seiner Frau sei in Gefahr. Aus Sorge um ihre Sicherheit kam er der Forderung nach.
Die Polizei leitete umgehend Ermittlungen ein, überwachte die Telefonaktivitäten und führte eine groß angelegte Suche durch. Die Beamten wurden misstrauisch, als sie die Frau in der Nähe des Kölner Doms mit fast 5.000 Euro bei sich auffanden. Später gestand sie, die Entführung und ihre eigene "Befreiung" inszeniert zu haben.
Während der Verhandlung vor dem Kölner Landgericht erklärte sie, ihr Handeln sei durch Spielsucht, Kaufsucht und schwere Depressionen motiviert gewesen. Das Gericht verurteilte sie schließlich zu einer 14-monatigen Bewährungsstrafe wegen erpresserischen Menschenraubs und Vortäuschens einer Straftat.
Die Frau entging zwar einer Haftstrafe, muss sich nun aber an die Auflagen der Bewährung halten. Ihr Fall zeigt die Folgen von Täuschungen, die mit finanziellen Problemen und psychischen Belastungen zusammenhängen. Mit dem Urteil ist das Verfahren rechtlich abgeschlossen.






