06 May 2026, 16:26

FDP-Landeschef Höne zerpflückt Kanzler Merz zum Koalitionsjubiläum

Alte Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die politische Grenzen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

FDP-Landeschef Höne zerpflückt Kanzler Merz zum Koalitionsjubiläum

Zum ersten Jahrestag der schwarz-roten Koalitionsregierung hat Henning Höne, Landesvorsitzender der Freien Demokratischen Partei (FDP) in Nordrhein-Westfalen, Bundeskanzler Friedrich Merz scharf kritisiert. Er bezeichnete Merz’ Amtsführung als „außerordentlich schwach“ und warf ihm vor, marktwirtschaftliche Prinzipien zugunsten sozialdemokratischer Politik aufgegeben zu haben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Hönes Kritik fiel mit dem Rückblick auf ein Jahr Regierungszeit der Koalition zusammen. Er behauptete, die aktuelle Regierung sei mittlerweile noch unpopulärer als die vorherige Ampelkoalition am Ende ihrer Amtszeit. Zudem betonte er, dass die drängenden wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes nicht angegangen würden.

Der FDP-Politiker ging noch einen Schritt weiter und forderte vom Kanzler mehr Selbstkritik. Merz wirft er vor, versprochene Reformen zu verzögern und zu vernachlässigen, sodass zentrale Vorhaben unvollendet blieben. Höne argumentierte, die Regierung habe sich von ihren ursprünglichen Zusagen zu einer marktwirtschaftlich geprägten Politik entfernt.

Seine Äußerungen fallen mit seinem eigenen Anlauf auf den Bundesvorsitz der FDP zusammen. Höne wird sich auf dem für Ende Mai geplanten Parteitag zur Wahl stellen.

Hönes Kritik unterstreicht die wachsenden Spannungen innerhalb der Koalition in Fragen der Wirtschaftspolitik und der Reformstaus. Sein Kandidaturvorhaben erhöht nun den Druck auf Kanzler Merz, auf die Bedenken hinsichtlich des Regierungskurses zu reagieren. Das Ergebnis der anstehenden FDP-Abstimmung könnte die politische Landschaft weiter prägen.

Quelle