20 February 2026, 19:19

FDP fordert verpflichtende Deutschtests für alle Vierjährigen vor der Schule

Ein altes Buch mit einem Schwarz-Weiß-Bild eines Inhaltsverzeichnisses aus der deutschen Ausgabe eines Buches, das Informationen über verschiedene in Deutschland gesprochene Sprachen enthält.

FDP fordert verpflichtende Deutschtests für alle Vierjährigen vor der Schule

FDP-Chef Christian Dürr hat bundesweite Deutschtests für alle Vierjährigen gefordert. Sein Vorschlag sieht vor, dass Kinder die Sprachprüfung bestehen müssen, bevor sie die Schule besuchen dürfen. Wer durchfällt, soll verpflichtende Sprachförderung erhalten und die Prüfung später wiederholen.

Laut Dürrs Plan sollten die Tests zwei Jahre vor Beginn der regulären Schulzeit stattfinden. Er argumentiert, dass mangelnde Deutschkenntnisse zu Schulbeginn die gesamte schulische Laufbahn eines Kindes beeinträchtigen. Seiner Meinung nach zwingen die aktuellen Sprachdefizite die Bundesländer bereits dazu, ihre Lehrpläne zu vereinfachen – als Beispiel nennt er Niedersachsens Entscheidung, das schriftliche Dividieren aus dem Unterricht zu streichen.

Der Politiker kritisierte zudem den Vorstoß Nordrhein-Westfalens, Schulaufgaben in den Herkunftssprachen der Schüler zuzulassen. Diese Praxis schwäche seiner Ansicht nach die Deutschkompetenz, statt sie zu stärken. Gleichzeitig diskutieren oder führen mehrere Bundesländer – darunter Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern – bereits ähnliche Sprachstandstests für junge Kinder ein oder haben damit begonnen.

Nach Dürrs Konzept würden nur Kinder mit bestandener Prüfung einen Schulplatz erhalten. Wer Schwierigkeiten hat, müsste zunächst an verpflichtenden Sprachkursen teilnehmen, bevor eine Nachprüfung erfolgt. Die genauen Regelungen variieren jedoch zwischen den 16 Bundesländern, da einige ihre Pläne noch konkretisieren.

Der Vorstoß für frühe Sprachtests kommt angesichts von Bedenken über die Deutschkenntnisse von Schülern zu Beginn der Grundschulzeit. Dürrs Plan zielt darauf ab, die Prüfungen bundesweit zu standardisieren und sicherzustellen, dass alle Kinder die sprachlichen Voraussetzungen erfüllen, bevor sie den Unterricht besuchen. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Bayern haben bereits damit begonnen, eigene Versionen dieser Regelung umzusetzen.