01 January 2026, 15:07

Fachtagung in Bedburg-Hau sucht Lösungen gegen Jugendgewalt an Schulen

Schüler in Uniformen stehen auf einem Weg und halten Papiere, wobei ein Mädchen in ein Mikrofon spricht; eine Umzäunung und ein Schuppen mit Luftballons sind im Hintergrund zu sehen.

Fachtagung in Bedburg-Hau sucht Lösungen gegen Jugendgewalt an Schulen

Fachtagung zu Jugendgewalt an Schulen in der Helios Klinik Bedburg-Hau

Am 26. November 2025 fand in der Helios Klinik Bedburg eine Konferenz zum Thema Gewaltprävention unter Jugendlichen in Schulen statt. Veranstaltet wurde die Tagung von der Kriminalpräventiven Abteilung der Kreispolizeibehörde Kleve und der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Klinik. Teilgenommen haben Pädagog:innen, Sozialarbeiter:innen sowie Vertreter:innen der Strafverfolgungsbehörden. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie gewalttätiges Verhalten bei Kindern und Jugendlichen in Bildungseinrichtungen verhindert werden kann.

Die eintägige Veranstaltung beleuchtete rechtliche Pflichten, psychologische Faktoren und praktische Präventionsansätze. Staatsanwältin Alexa Hell erläuterte die Fürsorgepflicht von Schulen und Lehrkräften und skizzierte deren rechtliche Verantwortung gegenüber Schüler:innen. Anschließend wies Dr. Nikolaus Barth auf die Bedeutung einer sicheren Bindungserfahrung hin, um aggressives Verhalten bei jungen Menschen zu reduzieren.

Britta Baumanns, Leiterin des Schulpsychologischen Beratungsdienstes des Kreises Kleve, teilte Erfahrungen aus ihrer Arbeit mit auffälligen Schüler:innen. Astrid Klösters stellte die regionale Richtlinie zur „Zusammenarbeit in der Prävention und Bekämpfung von Jugendkriminalität“ vor und betonte die Notwendigkeit einer engeren Vernetzung von Schulen, Jugendämtern und Polizei. Die Kriminalpräventive Abteilung der Kreispolizeibehörde Kleve präsentierte ihr Fachwissen zu Themen wie Cyberkriminalität, Drogenabhängigkeit und Seniorenbetreuung und führte zudem die Initiative „Kurve kriegen“ ein – allerdings ohne dass ein Vertreter des Programms anwesend war.

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Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Schulen fragen, Polizei antwortet“, bei der Beamte Fragen von Pädagog:innen beantworteten. Sowohl Teilnehmer:innen als auch Veranstalter:innen zogen eine positive Bilanz und hoben die Bedeutung von Netzwerkarbeit hervor, um gefährdete Jugendliche besser zu unterstützen.

Die Konferenz vermittelte Fachkräften und Lehrkräften konkrete Handlungsmöglichkeiten, um Schulgewalt wirksamer zu begegnen. Rechtliche Rahmenbedingungen, psychologische Erkenntnisse und kooperative Strategien standen dabei im Fokus. Die Organisator:innen kündigten an, die Ergebnisse der Tagung zu nutzen, um die Präventionsarbeit in der Rentenversicherung weiter zu stärken.