02 May 2026, 02:26

Ex-Diplomaten warnen: Trumps Politik gefährdet die transatlantischen Beziehungen dauerhaft

Karte veranschaulicht die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr des Beitritts unterteilt sind.

Ex-Diplomaten warnen: Trumps Politik gefährdet die transatlantischen Beziehungen dauerhaft

Zwei hochrangige Diplomaten haben US-Wähler aufgerufen, bei den anstehenden Wahlen demokratische Kandidaten zu unterstützen. Christoph Heusgen und Philip Murphy, beide ehemalige Berater, warnen, dass Donald Trumps Außenpolitik die transatlantischen Beziehungen gefährde. Ihr Appell fällt zusammen mit scharfer Kritik an der Haltung der aktuellen Regierung gegenüber Europa und internationalen Institutionen.

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Heusgen und Murphy argumentieren, dass Trumps Präsidentschaft die Beziehungen zwischen den USA und der EU geschwächt habe, indem er Europa wie einen Gegner behandle. Seine Skepsis gegenüber der NATO und seine Vorliebe für einseitige Maßnahmen könnten langfristig zu Instabilität führen, so die beiden. Zudem werfen sie dem Präsidenten vor, die amerikanischen Kontrollmechanismen auszuhebeln – etwa durch Druck auf die Justiz und Versuche, den Kongress zu umgehen.

Als Lösung schlagen sie Erfolge der Demokraten bei den Midterm-Wahlen 2024 und der Präsidentschaftswahl 2028 vor. Ein Sieg bei den Zwischenwahlen, so ihre Einschätzung, könnte den Demokraten die Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat zurückgeben. Langfristig könnte ein demokratischer Präsident ab 2028 die Zusammenarbeit mit Europa wiederherstellen und Handelskonflikte entschärfen.

Über die Wahlpolitik hinaus skizzieren die Diplomaten eine weitergehende Strategie für Deutschland. Sie fordern Berlin auf, sich stärker für einen halbständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat einzusetzen. Ein solcher Schritt, so ihr Argument, würde Europas Stimme in globalen Entscheidungsprozessen stärken.

Die Warnungen von Heusgen und Murphy unterstreichen die wachsenden Bedenken über Trumps Auswirkungen auf internationale Bündnisse. Ihre Vorschläge zielen auf politische Wandlungen durch Wahlen und institutionelle Reformen ab, um der aktuellen Politik entgegenzuwirken. Die Ergebnisse der US-Wahlen, so ihre Überzeugung, werden die Zukunft der transatlantischen Beziehungen über Jahre hinweg prägen.

Quelle