26 June 2026, 12:23

Europas größte Second-Life-Batteriefabrik startet in Aachen durch

Voltfang schließt Finanzierungsrunde ab und eröffnet 'Europas größtes Second-Life-Batteriefabrik'

Europas größte Second-Life-Batteriefabrik startet in Aachen durch

Voltfang hat in Aachen Europas größtes Werk für Second-Life-Batteriespeichersysteme eröffnet. Das Unternehmen verarbeitet gebrauchte E-Auto-Batterien zu großskaligen Energiespeicherlösungen. Die neue Produktionsstätte markiert einen bedeutenden Schritt zur Ausweitung der Kapazitäten.

Die Fabrik befindet sich in den ehemaligen Produktionshallen von Next.e.GO im TRIWO Technopark. Auf 6.000 Quadratmetern angelegt, ist sie darauf ausgelegt, die Fertigung deutlich hochzufahren. Bei voller Auslastung kann der Standort jährlich Speichersysteme mit einer Gesamtkapazität von 1 Gigawattstunde (GWh) herstellen.

Voltfang hat bereits ein rasantes Wachstum verzeichnet: 2023 produzierte das Unternehmen Speicherkapazitäten von 5 Megawattstunden (MWh). 2024 vervierfachte sich die Produktion auf 20 MWh. Bis 2026 strebt das Unternehmen nun eine Kapazität von 250 MWh an.

Um diese Expansion zu finanzieren, sicherte sich Voltfang in einer von Forward.One angeführten Series-B-Finanzierungsrunde über 15 Millionen Euro. Die Mittel fließen auch in die Weiterentwicklung des Venma-Energiemanagementsystems, das künftig mit KI-Funktionen ausgestattet werden soll. Das Unternehmen ist überzeugt, dass Europa eine unabhängige und widerstandsfähige Batterieindustrie benötigt, um den künftigen Bedarf zu decken.

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Eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme unterstreicht die Dimension der Herausforderung: Allein Deutschland wird bis 2030 Großspeicher mit einer Kapazität von 100 GWh benötigen, bis 2045 steigt der Bedarf auf 180 GWh.

Die neue Fabrik festigt Voltfangs Position auf dem wachsenden Energiespeichermarkt. Mit gestiegener Produktion und KI-gestützter Steuerung rüstet sich das Unternehmen für die zunehmende Nachfrage. Gleichzeitig leistet die Nutzung von Second-Life-Batterien einen Beitrag zur Nachhaltigkeit im Energiesektor.

Quelle