Essen verwandelt drei Stadtteile bis 2030 in klimaresiliente Zonen
Essen hat im Rahmen des KRIS-Programms Fördermittel erhalten, um drei städtische Gebiete in klimaresiliente Räume umzuwandeln. Betroffen sind die Stadtteile Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein. Bis 2030 sollen diese Zonen umfassend umgestaltet werden, um Extremwetter und steigende Temperaturen besser zu bewältigen.
Das KRIS-Förderprogramm unterstützt Klimaanpassungsmaßnahmen in allen 53 Städten und Gemeinden des Regionalverbands Ruhr (RVR). Voraussetzung für die Förderung ist, dass die Kommunen zunächst spezielle Klimaanpassungszonen innerhalb ihres Gebiets ausweisen. Essens Vorschläge entstanden in einer Konzeptstudie unter Leitung der Emschergenossenschaft, bei der vier ursprüngliche Entwürfe überarbeitet wurden.
Die Stadt reichte detaillierte Pläne für jede Zone bei der Projektträgern Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung zur Genehmigung ein. Bei erfolgreicher Bewilligung sollen bis zu 25 Prozent der derzeit an die Kanalisation angeschlossenen Flächen in diesen Gebieten abgekoppelt werden. Zudem strebt das Programm an, die Verdunstungsrate bis 2030 um zehn Prozentpunkte zu erhöhen, um Hochwassergefahren und städtische Hitze zu verringern.
Die offizielle Bewilligung der Mittel ist für die erste Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Sobald diese vorliegt, können Grundstückseigentümer in den ausgewiesenen Zonen Förderanträge für die Umsetzung der Maßnahmen stellen.
Bis zum Ende des Jahrzehnts soll Essen so ein Viertel der versiegelten Flächen von Mischkanalisationen trennen. Anwohner und Unternehmen in den ausgewählten Stadtteilen erhalten dann Zugang zu finanzieller Unterstützung für Klimaanpassungsprojekte. Die Pläne der Stadt warten nun auf die endgültige Freigabe durch die regionalen Behörden.






