24 March 2026, 22:33

Essen nutzt Bierdeckel, um Bürger über Olympische Spiele 2036 zu befragen

Plakatankündigung eines Konzerts in München, Deutschland, mit Text, der das Ereignis und seine Bedeutung beschreibt.

Essen nutzt Bierdeckel, um Bürger über Olympische Spiele 2036 zu befragen

Essen setzt auf Bierdeckel, um Bürger an städtischen Entscheidungen zu beteiligen

Mit einer ungewöhnlichen Methode will Essen die Einwohner in kommunale Entscheidungsprozesse einbinden – mithilfe von Bierdeckeln. Die Initiative "Pottdeckel", gestartet vom Portal "unsere stadt", soll in Kneipen und Restaurants der Stadt Gespräche über die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2036 anregen. Rund 50 Gaststätten werden die speziellen Deckel auslegen, auf denen Fragen zur Austragung der Spiele gedruckt sind.

Jeder Bierdeckel enthält zwei QR-Codes: Einer verweist auf Informationen zur Rhein-Ruhr-Bewerbung, der andere ermöglicht es Nutzern, anonymes Feedback an die Verantwortlichen zu übermitteln. Damit wird die Olympiadiskussion in den Alltag getragen, wie Oberbürgermeister Thomas Kufen erläutert – unkompliziert und direkt.

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Das Projekt ist Teil der umfassenden Kommunikationsstrategie Essens für die Bewerbung. In Zusammenarbeit mit der Privatbrauerei Jacob Stauder werden die Deckel im gesamten Gaststättennetz der Brauerei verteilt. Über die Olympischen Spiele hinaus soll der "Pottdeckel" dauerhaft als Instrument für Themen wie Stadtentwicklung und Klimaschutz genutzt werden.

Bis 2027 plant Essen, das Format auszubauen: Moderatoren sollen geschult werden, und die Bierdeckel werden in die offizielle Beteiligungsstrategie der Stadt integriert. Ziel ist es, den Bürgerdialog zu standardisieren und ihn künftig regelmäßig in kommunalen Diskussionen einzusetzen.

Aus dem spontanen Kneipenbesuch wird so eine Gelegenheit für bürgerschaftliches Engagement. Auch nach der Olympiaplanung bleiben die Deckel im Umlauf und widmen sich langfristigen lokalen Herausforderungen. Essens Ansatz verbindet analoge Ansprache mit digitaler Rückmeldung – für eine breitere öffentliche Teilhabe.

Quelle