17 February 2026, 17:15

Ergo baut 2.000 Stellen in München bis 2030 ohne Kündigungen ab

Ein Vintage-Plakat mit einem zentralen Gebäude und Menschen und Fahrzeugen drumherum, das die New York Mutual Life Insurance Co., New York General Agency bewirbt, mit Text unten.

Ergo baut 2.000 Stellen in München bis 2030 ohne Kündigungen ab

Ergo, eine Tochtergesellschaft der Munich Re, hat Pläne bekannt gegeben, seine Belegschaft im Rahmen einer umfassenden Kostensenkungsstrategie in München zu verringern. Das Unternehmen wird auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten und stattdessen auf freiwillige Maßnahmen sowie natürliche Fluktuation setzen, um seinen deutschen Mitarbeiterstab im Handelsregister bis 2030 um jährlich etwa 200 Stellen abzubauen.

Die Maßnahme geht einher mit Bemühungen, Mitarbeiter für neue Aufgaben im Unternehmensregister umzuschulen. Bis zum Ende des Jahrzehnts sollen fast 500 Weiterbildungsangebote in Bielefeld geschaffen werden.

Aktuell beschäftigt Ergo in Deutschland knapp 17.000 Menschen. Laut dem neuen Plan sollen die Stellenabbauziele durch Vorruhestand, freiwillige Aufhebungsverträge und natürlichen Personalabgang – ohne Zwangsentlassungen – erreicht werden. Dieser Ansatz steht im Einklang mit der "Strategie 2030" der Munich Re, die bis 2030 Einsparungen in Höhe von 600 Millionen Euro vorsieht.

Das Unternehmen steht unter Druck durch Marktinstabilität, demografische Veränderungen und den rasanten technologischen Wandel, insbesondere durch den Aufstieg der künstlichen Intelligenz (KI). Um sich anzupassen, wird Ergo in diesem Jahr rund 260 Umschulungsprogramme anbieten, bis 2030 sollen es insgesamt 500 sein. Ziel ist es, die Belegschaft auf neue Positionen vorzubereiten und gleichzeitig die Effizienzvorteile der KI zu nutzen.

Weltweit beschäftigt die Munich Re etwa 43.000 Mitarbeiter, davon entfallen rund 15.000 auf Ergo in Deutschland. Obwohl bis 2030 mehr als 1.500 Stellen global abgebaut werden sollen, liegt bisher keine detaillierte Aufschlüsselung nach Regionen oder Unternehmensbereichen vor.

Eine Betriebsvereinbarung legt das Ziel für Deutschland auf 200 Stellenabbau pro Jahr fest. Das Unternehmen betont, dass die freiwillige Teilnahme im Mittelpunkt des Prozesses stehe und in dieser Phase keine betriebsbedingten Kündigungen erfolgen werden.

Die Umstrukturierung wird schrittweise zu einer Verringerung der deutschen Belegschaft führen, wobei Umschulungen und freiwillige Austritte Priorität haben. Die erzielten Einsparungen sollen zu dem übergeordneten Ziel der Munich Re beitragen, bis 2030 insgesamt 600 Millionen Euro einzusparen. Betroffene Mitarbeiter erhalten je nach Entscheidung Zugang zu neuen Positionen oder Abfindungsregelungen.