Dortmund kämpft mit kostenlosen Intensivkursen gegen Nichtschwimmer bei Kindern
Friedl RädelDortmund kämpft mit kostenlosen Intensivkursen gegen Nichtschwimmer bei Kindern
Über 300 Kinder in Dortmund nehmen an kostenlosen Intensiv-Schwimmkursen teil
Dieser Herbst stehen für mehr als 300 Kinder in Dortmund kostenlose Intensiv-Schwimmkurse auf dem Programm. Die Kurse sollen einem besorgniserregenden Trend entgegenwirken: In Nordrhein-Westfalen kann jedes fünfte Kind nicht schwimmen. In einigen Dortmunder Stadtteilen sind es sogar bis zu 80 Prozent der Kinder, die nicht in der Lage sind, sich über Wasser zu halten.
Die zweiwöchigen Kurse, die im Südbad, einem öffentlichen Schwimmbad, stattfinden, richten sich an Kinder ab der zweiten Klasse. Anfänger beginnen mit der Gewöhnung ans Wasser, lernen zu gleiten, zu schwimmen und im Notfall um Hilfe zu rufen. Fortgeschrittene üben lebensrettende Fähigkeiten wie das Rückenlage-Schwimmen.
Die Initiative ist eine gemeinsame Aktion lokaler Sportvereine und des StadtSportBund Dortmund. Ihr Ziel ist klar: Jedes Kind soll bis zum Ende der Grundschulzeit sicher schwimmen können. Der Verein Bewegungswelten bietet die kostenlosen Kurse in den Herbstferien an, um sicherzustellen, dass finanzielle Hürden keine Rolle spielen.
Stefan Haumann, Sprecher des Programms, appelliert an Eltern, auch nach dem Erwerb des Seepferdchen-Abzeichens weiter mit ihren Kindern zu üben. Regelmäßiges Training sei entscheidend, um Sicherheit und Selbstvertrauen im Wasser aufzubauen.
Die Kurse sind Teil einer breiter angelegten Kampagne zur Verringerung der Ertrinkungsgefahr bei Kindern in der Region. Angesichts der vielen Kinder, die noch immer nicht schwimmen können, hoffen die Veranstalter, mit den Kursen mehr Mädchen und Jungen lebenswichtige Fähigkeiten zu vermitteln. Durch kostenlosen Zugang und strukturiertes Training soll langfristig ein Unterschied in Dortmunder Schwimmbädern erreicht werden.






