23 February 2026, 23:26

Deutsche Autohersteller kämpfen ums Überleben – Experte warnt vor Produktionsverlagerung

Ein Mercedes-Benz-Werk in Deutschland mit Fahrzeugen auf der Straße, umgeben von Gras, Pflanzen, Bäumen, Gebäuden und Polen, von denen einer ein Logo trägt.

Deutsche Autohersteller kämpfen ums Überleben – Experte warnt vor Produktionsverlagerung

Der renommierte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer warnt, dass die deutschen Automobilhersteller zunehmend Schwierigkeiten haben, wettbewerbsfähig zu bleiben. Zwar sieht er die Branche nicht in einem unaufhaltsamen Niedergang, doch seiner Meinung nach könnten die deutschen Automobilhersteller gezwungen sein, Teile ihrer Produktion ins Ausland zu verlagern, um zu überleben.

Dudenhöffer betonte, dass deutsche Autokonzern in Europa erhebliche Marktanteile verloren hätten. Chinesische Marken wie BYD hätten ihren Absatz im vergangenen Jahr verdreifacht – selbst unter den geltenden EU-Zöllen. Gleichzeitig hätten Tesla und andere europäische Automobilhersteller Boden gutgemacht, während US-Exporteure von Währungseffekten profitierten. Zudem belasteten deutsche Automobilunternehmen in wichtigen Absatzmärkten Zölle von bis zu 25 Prozent, was ihre Position weiter schwächte.

Das Jahr 2023 bezeichnete er als 'extremen negativen Ausreißer', doch er halte eine Erholung der Branche für möglich – vorausgesetzt, die Produktion werde ins Ausland verlegt. Kritik übte Dudenhöffer auch an der deutschen Politik, der er vorwirft, statt konkreter Unterstützung für die Automobilindustrie nur 'leere Rhetorik' zu bieten.

Das Kernproblem liege seiner Ansicht nach in Deutschland selbst. Das Land sei 'zu teuer und nicht mehr wettbewerbsfähig', so der Experte. Er kritisierte einen 'überbordenden Sozialstaat', 'schlechte Kostenstrukturen' und 'exorbitante Lohnnebenkosten'. Die Energiepreise seien 'empörend hoch', was die heimische Automobilproduktion für viele Unternehmen unwirtschaftlich mache.

Dudenhöffers Aussagen deuten darauf hin, dass die deutschen Automobilbauer sich anpassen oder weiteren Rückgang riskieren müssen. Angesichts der wachsenden Konkurrenz aus China, den USA und Europa könnte die Zukunft der Branche davon abhängen, die Automobilproduktion zu verlagern. Seine Warnungen erhöhen zugleich den Druck auf die Politik, die strukturellen wirtschaftlichen Herausforderungen endlich anzugehen.