Cannabis-Anbauvereine in NRW boomen nach Teillegalisierung mit fast 200 Anträgen
Kunigunde SegebahnFast 100 Cannabis-Anbau-Vereine genehmigt in NRW - Cannabis-Anbauvereine in NRW boomen nach Teillegalisierung mit fast 200 Anträgen
Nordrhein-Westfalen verzeichnet starken Anstieg von Cannabis-Anbauvereinen seit Teillegalisierung
Seit Inkrafttreten der teilweisen Legalisierung von Cannabis hat Nordrhein-Westfalen einen stetigen Anstieg von Anbaugemeinschaften erlebt. Behörden in der gesamten Region prüfen derzeit fast 200 Anträge, von denen bereits 97 genehmigt wurden. Gleichzeitig beobachten Beamte genau, wie sich die neuen Regelungen auf die öffentliche Gesundheit und den illegalen Handel auswirken.
Die Landesregierungen in NRW haben Hundertschaft Anträge von Gruppen bearbeitet, die Cannabis legal anbauen möchten. Allein in Köln gingen 54 Anträge ein, wovon 25 bewilligt und 26 noch in Prüfung sind. Düsseldorf erhielt 53 Gesuche, erteilte 27 Genehmigungen und verzeichnete sechs Rücknahmen. In Arnsberg wurden 21 Vereine zugelassen, während zwölf Anträge noch ausstehen. Münster gab 13 Anbaugemeinschaften grünes Licht, neun Verfahren laufen noch. Detmold hingegen hat elf Gruppen die Erlaubnis erteilt, bei zehn steht eine Entscheidung noch aus. Landesweit werden weiterhin 77 Anträge geprüft.
Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) äußerte Bedenken hinsichtlich zunehmender gesundheitlicher Probleme im Zusammenhang mit dem Cannabiskonsum. Trotz der neuen Gesetze deuten erste Erkenntnisse darauf hin, dass der Schwarzmarkt für Cannabis nicht spürbar geschrumpft ist. Die schwarz-rote Koalition bewertet weiterhin die weitreichenden Folgen des Politikwechsels.
Die Teillegalisierung von Cannabis in NRW hat zu einem deutlichen Anstieg genehmigter Anbauvereine geführt, deren Zahl nun bei 97 liegt. Da Dutzende Anträge noch ausstehen, stehen die Behörden vor anhaltendem Verwaltungsaufwand. Die nächsten Schritte der Landesregierung hängen von weiteren Daten zu Gesundheitsrisiken und Entwicklungen im illegalen Handel ab.






