24 June 2026, 22:18

Bundespolizei warnt nach tödlichem Unfall mit Warnplakaten in Schwerte

BPOL NRW: Präventionsveranstaltung der Bundespolizei: Schüler hängen selbstgemachte Plakate auf.

Bundespolizei warnt nach tödlichem Unfall mit Warnplakaten in Schwerte

Bundespolizeidirektion Dortmund veranstaltet Sicherheitskampagne am Bahnhof Schwerte

Am 17. Juni richtete die Bundespolizeidirektion Dortmund am Bahnhof Schwerte eine Aktionsveranstaltung zur Sensibilisierung für Gefahren im Gleisbereich aus. Im Mittelpunkt stand die Aufklärung über die lebensbedrohlichen Risiken beim Betreten von Bahnanlagen. Anlass war ein tödlicher Unfall im Juli 2024, bei dem eine Schülerin der Gesamtschule Fröndenberg ums Leben kam.

Bei dem tragischen Vorfall im vergangenen Sommer war die Schülerin auf einen Güterwagen geklettert und hatte die unter Strom stehende Oberleitung berührt. Die Präventionsveranstaltung fand in der Nähe der Margot-Röttger-Rath-Straße statt, unweit der Unglücksstelle.

An der Kampagne nahmen Schülerinnen und Schüler der Gesamtschule Fröndenberg teil, begleitet von Lehrkräften und ihrer Schulleiterin. Sie reisten extra mit dem Zug nach Schwerte an. Gemeinsam mit der Präventionsbeauftragten der Bundespolizei gestalteten die Jugendlichen 44 Warnplakate, die entlang eines Zauns in Bahnhofsnähe ausgestellt wurden.

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Vertreter des Ordnungsamts, der Landespolizei, der Feuerwehr, der Deutschen Bahn sowie der Bundespolizei waren vor Ort. Auch ein Abgesandter der Stadt Schwerte beteiligte sich an der Aktion. Als Dank für ihr Engagement belohnte die Stadt die Schülerinnen und Schüler mit Eiscreme.

Die Behörden betonten, wie gefährlich es ist, die Sicherheitslinie zu übertreten, bevor ein Zug vollständig zum Stehen gekommen ist. Sie warnten, dass moderne Züge oft erst hörbar sind, wenn es für eine Reaktion bereits zu spät ist. Zudem können Züge Hindernissen nicht ausweichen – ein Betreten der Gleise endet daher nicht selten tödlich. Zahlreiche Medien berichteten über die vielbeachtete Kampagne.

Die Veranstaltung unterstrich die Botschaft, dass Bahnanlagen gefährliche Bereiche sind, die mit größter Vorsicht zu behandeln sind. Reisende wurden daran erinnert, sich stets hinter der Sicherheitslinie aufzuhalten, bis der Zug vollständig steht. Ziel der Aktion war es, durch Aufklärung und Bewusstseinsbildung weitere Unfälle zu verhindern.

Quelle