Bundesnetzagentur warnt: Betrüger zocken Besitzer von Balkon-Solaranlagen ab
Friedl RädelBundesnetzagentur warnt: Betrüger zocken Besitzer von Balkon-Solaranlagen ab
Bundesnetzagentur warnt vor Betrugsbriefen an Besitzer von Balkon-Solaranlagen
Die Bundesnetzagentur hat die Öffentlichkeit vor gefälschten Schreiben gewarnt, die sich gezielt an Besitzer kleiner „Balkon-Solaranlagen“ richten. In den betrügerischen Nachrichten werden Empfänger aufgefordert, ihre Anlagen umgehend zu registrieren und angebliche Bußgelder zu zahlen. Die Behörde bestätigt jedoch, dass es sich um Fälschungen handelt. Betroffene werden aufgefordert, die Betrugsversuche stattdessen bei der Polizei anzuzeigen und nicht auf die Schreiben zu reagieren.
Die gefälschten Briefe geben vor, von der Bundesnetzagentur zu stammen, und werfen den Empfängern vor, ihre Photovoltaik-Anlagen nicht im Marktstammdatenregister angemeldet zu haben. Sie fordern ein „Bußgeld“ in Höhe von 41,60 Euro und drohen mit einer „vollen Strafe“ von 208 Euro, falls die Zahlung nicht innerhalb von 14 Tagen erfolgt.
Die betrügerischen Schreiben enthalten zahlreiche Ungereimtheiten: So wird etwa die E-Mail-Adresse [email protected] angegeben, die nicht zur Behörde gehört. Auch die genannten Telefonnummern nutzen falsche Vorwahlen (0229 und 0223) für Bonn, wo die Bundesnetzagentur ihren Sitz hat. Zudem wird in den Briefen eine nicht existierende Zweigstelle in Sömmerda genannt – ein weiteres Indiz für den Betrug.
Zwar ist es richtig, dass Balkon-Solaranlagen innerhalb eines Monats nach Installation registriert werden müssen. Die Bundesnetzagentur betont jedoch, dass diese Pflicht von Betrügern ausgenutzt wird. Die echte Behörde verschickt keine unaufgeforderten Zahlungsaufforderungen und rät allen Empfängern solcher Schreiben, diese zu ignorieren.
Die Bundesnetzagentur stellt klar, dass es sich bei den Briefen um einen Betrugsversuch handelt. Empfänger sollen die geforderten Gebühren auf keinen Fall zahlen und werden aufgefordert, Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Die korrekte Registrierung von Balkon-Solaranlagen bleibt zwar verpflichtend – allerdings ausschließlich über die offiziellen Kanäle.






