20 February 2026, 17:47

Brüder bauen verbotene Krähenfalle – jetzt droht ihnen der Prozess

Drei Greifvögel, wahrscheinlich Habichte, sitzen auf einem Ast mit einem Papier darunter mit Wörtern und Zahlen.

Brüder bauen verbotene Krähenfalle – jetzt droht ihnen der Prozess

Zwei Brüder aus Preußisch Oldendorf müssen sich vor Gericht verantworten, nachdem sie angeblich einen großen, selbstgebauten Käfig in einem Waldstück errichtet haben. Die Konstruktion, die als verbotene Krähenfalle beschrieben wird, war Anfang dieses Jahres von Tierschützern aufgedeckt worden.

Die Falle wurde im Januar 2024 entdeckt, als Aktivisten die Polizei informierten. Vögel konnten durch eine schmale, trichterförmige Öffnung hineingelangen, fanden danach aber keinen Weg mehr hinaus. Die Behörden bestätigten später, dass die Falle funktionsfähig war – entgegen der Behauptung des Jägers, sie sei nicht in Betrieb gewesen.

Eine Wildkamera am Tatort half den Ermittlern, die Verdächtigen zu identifizieren: einen ortsansässigen Jäger und seinen Bruder. Das Gerät zeichnete Aktivitäten rund um den Käfig auf, was die Polizei direkt zu den beiden Männern führte.

Der Fall wird nun vor dem Amtsgericht Lübbecke verhandelt, wo auch die Beweggründe für den Bau der Falle untersucht werden. Nach deutschem Recht sind Lebendfallen für Krähen verboten, sodass das Vorgehen der Brüder unabhängig von ihrer Absicht illegal ist.

Im Prozess wird über die Konsequenzen für die beiden Männer entschieden. Bei einer Verurteilung drohen ihnen Strafen nach den Tierschutzbestimmungen. Die Entdeckung der Falle hat zudem Bedenken hinsichtlich illegaler Fangmethoden in der Region geweckt.