21 February 2026, 15:13

Bottrop protestiert gegen Gewalt an Frauen mit One Billion Rising

Eine Gruppe von Menschen marschiert mit einem Banner, auf dem "Solidarität und Feminismus" steht, eine Straße entlang, mit parkenden Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Bottrop protestiert gegen Gewalt an Frauen mit One Billion Rising

Rund 80 Menschen versammelten sich am 14. Februar 2026 in Bottrop, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. Die jährliche Veranstaltung, organisiert vom Frauenzentrum Courage, fand trotz eisiger Temperaturen und leichtem Schneefall statt. Sie war Teil der weltweiten One Billion Rising-Kampagne, die mehr Schutz für Überlebende männlicher Gewalt fordert.

Die Kundgebung unter dem Motto Ni una menos – Frauen in Flammen fand am Ernst-Wilczok-Platz statt. In diesem Jahr lag der Fokus auf Femiziden, insbesondere auf Tötungen durch aktuelle oder ehemalige Partner. Live-Musik von A Mournful Experience und choreografierte Tänze der Peter Frank Dance School belebten die Stimmung.

Bottrops Oberbürgermeister Matthias Buschfeld nahm teil, ebenso wie die Schul- und Sozialdezernentin Karen Alexius-Eifert und die Gleichstellungsbeauftragte Susanne Lehmann. Ihre Anwesenheit unterstrich die lokale Unterstützung für die Sache.

One Billion Rising, 2011 von Eve Ensler ins Leben gerufen, ist mittlerweile in über 200 Ländern aktiv. Die jährlichen Flashmobs am Valentinstag sind zur Tradition geworden, mit starker Beteiligung in Deutschland, Indien, Lateinamerika, Afrika und den USA. 2026 lenkten Veranstaltungen wie diese im Landkreis Waldeck-Frankenberg weiterhin die Aufmerksamkeit auf das anhaltende Problem.

Der Protest in Bottrop reiht sich ein in eine globale Bewegung, die Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt fordert. Veranstalter:innen und Teilnehmende betonten die Notwendigkeit stärkerer Schutzmaßnahmen und größerer Sensibilisierung. Ähnliche Demonstrationen fanden weltweit statt und unterstrichen die Reichweite und Dringlichkeit der Kampagne.