Bochum und Dortmund bündeln Kräfte für den Exzellenzstatus
Die Ruhr-Universität Bochum und die Technische Universität Dortmund wollen ihre Kräfte bündeln, um gemeinsam den Status einer Exzellenzuniversität zu erlangen. Keine der beiden Hochschulen erfüllt derzeit die Kriterien allein, doch durch eine enge Zusammenarbeit könnte sich das ändern. Der Vorstoß folgt auf ein kürzlich abgeschlossenes Auswahlverfahren, bei dem nur zehn Universitäten oder Konsortien die begehrte Förderung erhielten.
Die beiden Universitäten beabsichtigen, einen gemeinsamen Antrag für den prestigeträchtigen Status einzureichen. Bei Erfolg würde das Bündnis höhere Forschungsmittel, größere internationale Sichtbarkeit und eine stärkere Anziehungskraft für Studierende mit sich bringen. Eine endgültige Entscheidung über ihren Vorschlag wird jedoch erst in etwa einem Jahr erwartet.
Ihre Strategie sieht vor, die jeweils stärksten Forschungsbereiche zu vereinen, um die geforderte Anzahl an Exzellenzclustern zu erreichen. Mögliche Schwerpunkte könnten etwa Cybersicherheit oder fortschrittliche Materialien sein. Der Anstoß kommt, nachdem die Universität Konstanz in der letzten Runde gescheitert war – im Mai 2025 wurden insgesamt 70 Cluster vergeben.
Zu den aktuellen Exzellenzuniversitäten zählen die RWTH Aachen, das Berliner Universitätskonsortium sowie Einrichtungen wie Heidelberg und München. Sie alle erfüllen die Mindestanforderung an Cluster – eine Hürde, die Bochum und Dortmund allein nicht nehmen können.
Mit dem Zusammenschluss streben die beiden Hochschulen einen Platz unter Deutschlands führenden Forschungsuniversitäten an. Eine Bewilligung würde ab 2027 langfristige Förderung sichern und das akademische Ansehen der Region stärken. Die endgültige Entscheidung über ihren Antrag wird für Ende 2026 erwartet.






