19 March 2026, 20:29

Bochum führt bis 2025 einheitliche Taxi- und Fahrdienstpreise ein – Essen bleibt im Streit

Ein gelbes Taxi fährt eine belebte Stadtstraße mit Gebäuden an den Seiten entlang, während Fußgänger mit Schirmen auf dem Gehweg unter einem bewölkten Himmel gehen, mit Strommasten und Drähten im Hintergrund.

Bochum führt bis 2025 einheitliche Taxi- und Fahrdienstpreise ein – Essen bleibt im Streit

Bochum treibt die Pläne zur Regulierung der Preise für Taxis und Fahrvermittlungsdienste voran und strebt bis Oktober 2025 ein einheitliches System an. Die von der SPD geführte Stadtverwaltung, unterstützt von den Grünen, hat eine Obergrenze von 2,50 Euro pro Kilometer sowie eine Grundgebühr von 1,20 Euro festgelegt. Währenddessen steckt die Nachbarstadt Essen weiterhin in politischen Streitigkeiten über ähnliche Reformen fest – eine Entscheidung dort wird frühestens zum Spätsommer erwartet.

In Bochum dreht sich die Debatte darum, wie der Wettbewerb zwischen traditionellen Taxis und appbasierten Anbietern wie Uber und Bolt fair gestaltet werden kann. Anders als in Essen, wo die Gespräche an dem Vorschlag einer höheren Kilometergrenze von 3 Euro gescheitert sind, verzichtet Bochum darauf, die Mindestpreise für Fahrvermittler anzuheben. Stattdessen hat die Stadt ein Gutachten in Auftrag gegeben, das ein Preismodell entwickeln soll – eine Strategie, die Essen bereits früher verfolgte, allerdings mit weniger strengen Obergrenzen.

Die Bochumer FDP setzt sich dafür ein, dass Taxis flexiblere Preise einführen, darunter günstigere Tarife und im Voraus vereinbarte Festpreise. Dies steht im Kontrast zur anhaltenden Unordnung in Essen, wo die Forderungen von CDU und FDP mit Protesten der Gewerkschaften kollidieren und Fortschritte bis Ende 2025 blockieren. Die Bochumer Verwaltung zeigt sich hingegen offen für Anpassungen der Taxivorschriften, um mit den appbasierten Konkurrenten Schritt zu halten.

Eine endgültige Entscheidung über die neue Preisstruktur wird nun bis zum Spätsommer erwartet. Die Stadt strebt an, die Änderungen umzusetzen, noch bevor Essen seine eigenen Konflikte löst.

Ab Oktober 2025 gelten in Bochum für Taxis und Fahrvermittlungsdienste eine Kilometergrenze von 2,50 Euro sowie eine Startgebühr von 1,20 Euro. Der Vorschlag der Stadt umgeht damit die politische Blockade, wie sie in Essen zu beobachten ist, wo die Verhandlungen seit Monaten stocken. Falls die neuen Regeln verabschiedet werden, wären sie eines der ersten einheitlichen Preissysteme für Taxis und appbasierte Fahrten in der Region.

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