Blessing fordert mehr Privatkapital für Deutschlands marode Infrastruktur und Pharmaforschung
Friedl RädelBlessing fordert mehr Privatkapital für Deutschlands marode Infrastruktur und Pharmaforschung
Martin Blessing, der Investitionsbeauftragte Deutschlands und Berater von Bundeskanzler Olaf Scholz, hat eine stärkere Einbindung der Privatwirtschaft in Infrastrukturprojekte gefordert. Er kritisierte, dass die Regierung öffentliche Mittel nicht effektiv nutze, um privates Kapital anzuziehen. Seine Äußerungen fallen in eine Phase nachlassender Investorenzuversicht, nachdem die Koalition ihr großes Investitionspaket vorgestellt hatte.
Blessing betonte, dass robustere öffentlich-private Partnerschaften für die Infrastrukturentwicklung unverzichtbar seien. Besonders wichtig sei eine Rentenreform, um mehr Kapital ins Land zu lenken – diese bezeichnete er als „eine Art Lackmustest“ für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.
Zudem ging er auf Sorgen in der Pharmabranche ein. Mehrere Unternehmen hätten ihre Investitionen in Deutschland zurückgefahren, weshalb Blessing Anpassungen der jüngsten Gesundheitsreformen anmahnte. Er schlug vor, Firmen, die im Land forschen oder produzieren, besser zu stellen, um Deutschlands Führungsrolle in der pharmazeutischen Forschung und Entwicklung zu sichern.
Blessings Empfehlungen zielen darauf ab, private Investitionen zu stärken und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. Seine Forderungen nach Reformen und verbesserten Partnerschaften spiegeln die wachsenden Bedenken wider, ob Deutschland ausreichend Kapital anziehen und halten kann. Die Regierung steht nun unter Druck, auf diese Herausforderungen zu reagieren.






