22 March 2026, 22:28

Bergisch Gladbach hisst Flagge gegen Rassismus als bundesweites Zeichen

Eine Gruppe von Menschen in Masken, die eine Transparente mit Text und Bildern tragen, öffnet sich auf einer Straße, mit einem geparkten Auto auf der linken Seite, Gebäude, Bäume, Schilder, Mäste, ein Uhrenturm und einen klaren blauen Himmel im Hintergrund.

Bergisch Gladbach hisst Flagge gegen Rassismus als bundesweites Zeichen

Über dem Rathaus von Bergisch Gladbach weht nun eine neue Flagge mit dem Aufdruck "Bergisch Gladbach – Kein Platz für Rassismus!". Die Initiative geht vom Bergisch Gladbacher Bündnis für Demokratie und Vielfalt aus, das sich als Reaktion auf jüngste rechtsextreme Vorfälle gegründet hat. Das Design der Flagge stammt von der Bergisch Gladbacherin Julia Bannenberg.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Bündnis wurde im Mai 2024 ins Leben gerufen, nachdem die Correctiv-Recherche über das rechtsextreme "Potsdamer Treffen" bundesweit Proteste ausgelöst hatte. Seither organisiert es Demonstrationen und Veranstaltungen, die sich in der gesamten Stadt für Demokratie und Vielfalt einsetzen.

Die Flagge wurde bei einer öffentlichen Zeremonie offiziell an die stellvertretenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister Brigitta Opiela, Anna Maria Scheerer und Josef Willnecker übergeben. Bürgerinnen und Bürger können sich eine eigene Version der Flagge gegen eine Spende an das Bündnis sichern.

Während Bergisch Gladbach mit diesem sichtbaren Zeichen ein Zeichen setzt, hat keine andere Stadt oder Gemeinde in Nordrhein-Westfalen seit den Enthüllungen zum "Potsdamer Treffen" vergleichbare öffentliche Antirassismus-Symbole eingeführt. Bisherige Berichte nennen lediglich Schulworkshops in Arnsberg, die jedoch nicht direkt mit neuen öffentlichen Maßnahmen verknüpft sind.

Die Flagge steht nun für die offizielle Haltung der Stadt gegen Rassismus. Weitere Informationen über die Arbeit des Bündnisses und Möglichkeiten zur Unterstützung gibt es unter www.gl-devi.de. Die Gruppe wirbt weiterhin für lokales Engagement in Initiativen für Demokratie und Vielfalt.

Quelle