08 April 2026, 08:46

Bayer setzt auf neues Medikament und Führungskraft für die Wende

Plakat mit einem Schwarz-Weiß-Bild einer Hand, die Bayer-Aspirin-Tabletten hält, und dem Text "Das Bayer-Kreuz - Ihre Garantie für Reinheit" darunter.

Bayer setzt auf neues Medikament und Führungskraft für die Wende

Bayers Aktie kämpft seit Monaten mit Schwächephasen – zeitweise gab der Kurs im XETRA-Handel um 0,34 % auf 26,34 Euro nach. Nun setzt der Konzern auf eine neue Führungsriege und vielversprechende Ergebnisse aus der Arzneimittelforschung, um langfristig wieder an Fahrt aufzunehmen.

Der Pharmariese verzeichnete 2024 einen Umsatz von 46,6 Milliarden Euro und investierte parallel 6,2 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung. Mit rund 93.000 Beschäftigten weltweit bleibt Bayer ein schwergewichtiger Innovator in der Branche.

Ein zentraler Hoffnungsträger ist Finerenon (Kerendia), ein Medikament für Patient:innen mit Typ-1-Diabetes und chronischer Nierenerkrankung. In der FINE-ONE-Studie erreichte der Wirkstoff sein primäres Ziel: Innerhalb von sechs Monaten senkte er das Albumin-Kreatinin-Verhältnis im Urin um 25 % im Vergleich zu einem Placebo. Zudem reduziert die Therapie das kardiovaskuläre Risiko und Nierenschäden – eine wichtige Option für Hochrisikopatient:innen.

Auf Führungsebene hat Bayer Dr. Judith Hartmann als neue Finanzvorständin berufen. Die 53-Jährige übernimmt am 1. Juni 2026 von Wolfgang Nickl und wird bereits drei Monate zuvor in den Vorstand einrücken, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten. Hartmann bringt jahrzehntelange Erfahrung aus Führungspositionen bei ENGIE, Bertelsmann, General Electric und The Walt Disney Company mit. Aktuell sitzt sie in den Aufsichtsräten von Marsh McLennan, Ørsted und Suez.

Trotz dieser Weichenstellungen fehlt der Bayer-Aktie laut Analyst:innen weiterhin ein klarer kurzfristiger Impuls. Die skeptische Marktstimmung belastet die Performance und hält den Kurs in einem niedrigen Korridor.

Die Zukunft des Konzerns könnte maßgeblich von zwei Faktoren abhängen: dem Erfolg von Finerenon und Hartmanns finanzieller Steuerung. Sollten sich die Studienergebnisse bestätigen und ihre Expertise greifen, könnte dies die nötige Dynamik für eine Erholung liefern. Doch aktuell bleibt die Aktie unter Druck – ohne unmittelbare Anzeichen für eine Trendwende.

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