17 February 2026, 12:52

Bahnhof Ründeroth wird endlich barrierefrei – doch der Zeitplan ist knapp

Ein Zug fährt auf Gleisen mit Plattformen auf beiden Seiten, eine Hauswand links, Straßenlaternen, Pflanzen, Bänke, eine Hütte, eine Brücke über die Plattformen und Gebäude und Masten im Hintergrund.

Bahnhof Ründeroth wird endlich barrierefrei – doch der Zeitplan ist knapp

Bahnhof Ründeroth in Engelskirchen soll endlich längst überfällige Barrierefreiheits-Umbauten erhalten

Die Deutsche Bahn hat Pläne bestätigt, den Bahnhof Ründeroth vollständig barrierefrei auszubauen – und beendet damit Jahre der Frustration für Anwohner, die bisher nur über Treppen den zentralen Bahnsteig erreichen konnten. Das Projekt ist Teil weitergehender Verhandlungen, bei denen die Stadt Engelskirchen über Hebelwirkung für künftige Bahnänderungen verfügt.

Jahre lang mussten Fahrgäste in Ründeroth Treppen als einzigen Zugang zum Bahnsteig nutzen. Trotz wiederholter Zusagen der Deutschen Bahn begannen nie Bauarbeiten – selbst nicht nach der Eröffnung einer neuen Park-and-Ride-Anlage in Engelskirchen 2023, die mit Behindertenparkplätzen und Rollstuhlschließfächern ausgestattet wurde. Die fehlende Bahnsteigzugänglichkeit machte es vielen unmöglich, den Bahnhof selbstständig zu nutzen.

Die Aufrüstung ist nun an ein größeres Abkommen geknüpft: Die Deutsche Bahn möchte zwei nahegelegene Bahnübergänge dauerhaft schließen, darunter einen handbedienten. Engelskirchen jedoch macht seine Zustimmung von den Barrierefreiheits-Verbesserungen am Bahnhof abhängig – und verschafft sich so Verhandlungsmacht, um die Änderungen durchzusetzen.

Die Bauarbeiten sollen während der Sperrung der RB25-Linie von Ende März bis Anfang August stattfinden. Der genaue Baubeginn hängt allerdings noch von der Vergabe an ein Bauunternehmen ab. Politiker warnen, dass eine Nicht-Fertigstellung in diesem Zeitraum eine erneute Streckensperrung in der Zukunft riskieren könnte.

Offizielle Unterlagen bestätigen nicht, wann die barrierefreie Umgestaltung ursprünglich geplant war. Stand 2026 bleibt das Projekt unerfüllt – Anwohner und lokale Verantwortliche blicken besorgt auf weitere Verzögerungen.

Sobald abgeschlossen, ermöglichen die Umbauten allen Fahrgästen die nutzung des Bahnhofs Ründeroth ohne Hindernisse. Der Erfolg des Vorhabens hängt von der anstehenden Bauphase ab – für weitere Verschiebungen gibt es keinen Spielraum. Ohne die Umsetzung könnte die Stadt unter erneuten Druck geraten, die Schließung der Bahnübergänge ohne die versprochenen Barrierefreiheits-Verbesserungen zu akzeptieren.