13 March 2026, 22:36

Aus Müll wird Strom: Ahaus-Alstätte baut Solarkraftwerk auf stillgelegter Deponie

Eine Parkbank auf einem grünen Feld mit Bäumen, Masten, Lichtern und Gebäuden im Hintergrund und einem Mülleimer in der Vordergrund.

Aus Müll wird Strom: Ahaus-Alstätte baut Solarkraftwerk auf stillgelegter Deponie

Stillgelegte Deponie in Ahaus-Alstätte wird zum Solarkraftwerk

Eine ehemalige Mülldeponie in Ahaus-Alstätte soll bald ein großes Solarpark-Projekt beherbergen, nachdem der Kreis Borken grünes Licht gegeben hat. Das Vorhaben zielt darauf ab, das Gelände in ein Zentrum für erneuerbare Energien umzuwandeln und gleichzeitig die Kosten für die lokale Abfallentsorgung zu senken. Die Verantwortlichen haben sich das Ziel gesetzt, den Betrieb bis Mitte 2025 aufzunehmen, um staatliche Fördermittel zu sichern.

Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) wird die Entwicklung des Solarparks leiten. Da die Deponie aufgrund anhaltender Bodensetzungen für die meisten Nutzungen nicht mehr geeignet ist, bietet sie sich als praktischer Standort für großflächige Solaranlagen an. Neben der Stromerzeugung könnte das Gelände zudem Energiespeichersysteme umfassen, um überschüssigen Windstrom vorübergehend zu speichern.

Das Projekt reiht sich in einen größeren Trend in Nordrhein-Westfalen ein. In den vergangenen fünf Jahren wurden acht weitere Großprojekte – jedes mit einer Leistung von über 10 Megawatt – auf ehemaligen Deponien genehmigt. Dazu zählen Standorte in Marl (15 MW, 2022), Gelsenkirchen (12 MW, 2023) und Krefeld (18 MW, 2023) sowie jüngere Vorhaben in Duisburg (20 MW, 2024), Köln (14 MW, 2024), Dortmund (16 MW, 2025), Bottrop (22 MW, 2025) und Mönchengladbach (17 MW, 2026).

Die lokalen Behörden erwarten, dass der Solarpark in Ahaus-Alstätte die Unterhaltskosten der Deponie verringern wird. Gelingt das Projekt, könnten sich auch die Abfallgebühren für die Anwohner der Region reduzieren.

Damit die Förderbedingungen erfüllt werden, muss der Solarpark bis Mitte 2025 in Betrieb gehen. Sobald er ans Netz geht, wird er nicht nur zur Erreichung der regionalen Klimaziele beitragen, sondern auch eine kostengünstige Lösung für die Nachnutzung der Deponie bieten. Das Vorhaben steht damit im Einklang mit ähnlichen Initiativen in ganz Nordrhein-Westfalen, die stillgelegte Flächen für saubere Energiegewinnung umwidmen.

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