30 June 2026, 06:24

Apothekenreform: Präsident Hoffmann fordert rasche Korrekturen vor Kabinettsbeschluss

Hoffmann: "Jetzt müssen Gespräche geführt werden"

Apothekenreform: Präsident Hoffmann fordert rasche Korrekturen vor Kabinettsbeschluss

Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, fordert dringendes Handeln bei der Apothekenreform

Dr. Armin Hoffmann, Präsident der Apothekerkammer Nordrhein, hat zu sofortigem Handeln beim Entwurf der Apothekenreform aufgerufen. Auf der heutigen Mitgliederversammlung rief er Apothekerinnen und Apotheker dazu auf, sich aktiv in den Dialog mit der Politik einzubringen, um in letzter Minute noch Änderungen am Gesetzesentwurf durchzusetzen, bevor dieser voranschreitet.

Hoffmann betonte, dass die Vergütung im Mittelpunkt der Reform stehen müsse. Zwar hatte der Koalitionsvertrag zunächst Hoffnung auf bessere Bezahlung gemacht, doch die Sorgen wuchsen, nachdem Gesundheitsministerin Nina Warken die Eckpunkte auf dem Deutschen Apothekertag vorstellte.

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Der ABDA-Vorstand hat fünf Bereiche im Gesetzesentwurf benannt, die dringend überarbeitet werden müssen. An erster Stelle steht die Forderung nach einer Erhöhung der Festbeträge. Hoffmann unterstrich zudem die Notwendigkeit, das Modell der inhabergeführten Apotheken zu bewahren – trotz der wachsenden Herausforderungen durch eine steigende Zahl von Patientinnen und Patienten mit sinkender Gesundheitskompetenz.

Die aktuelle Situation bezeichnete er als entscheidend für die deutsche Gesundheitsversorgung, da das Angebot mit der Nachfrage kaum Schritt halte. Zwar seien viele Teile des Reformentwurfs notwendig, doch warnte Hoffmann vor erheblichen Risiken und der dringenden Notwendigkeit fachlicher Mitgestaltung. Öffentliche Proteste sollen zunächst bis zum 17. Dezember zurückgestellt werden, um den Fokus auf den Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern zu legen.

Der Zeitplan für das Gesetzgebungsverfahren ist eng gesteckt: Am 17. Dezember wird der Entwurf im Kabinett beraten, die erste Lesung im Bundestag ist für Ende Januar vorgesehen. Der parlamentarische Prozess soll bis Ende April abgeschlossen sein.

Die Reform bietet die Chance, drängende Probleme im Apothekenwesen anzugehen. Apotheker haben bis Ende April die Möglichkeit, den finalen Entwurf mitzugestalten, bevor er in Kraft tritt. Ihre Prioritäten bleiben eine faire Vergütung und die Bewahrung des bewährten Apothekenmodells.

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