10 March 2026, 10:27

Anke Engelkes Bahn-Abenteuer endet im Skandal – nach tödlichem Angriff auf Schaffner

Ein Schwarz-Weiß-Cartoon von einer Gruppe von Menschen, die vor einem Zug stehen und nach oben schauen, mit dem Text "humoristische Listen 18" auf einem Blatt Papier.

Anke Engelkes Bahn-Abenteuer endet im Skandal – nach tödlichem Angriff auf Schaffner

Schauspielerin und Moderatorin Anke Engelke fasziniert sich schon lange für die Vielfalt verschiedener Berufe. Immer wieder übernimmt sie neue Rollen, um das Leben aus ungewöhnlichen Perspektiven kennenzulernen. Kürzlich führte ihre Neugier sie zur Deutschen Bahn, wo sie sogar als Lokführerin einsprang.

Doch das Projekt nahm eine unerwartete Wendung, als ein tragischer Vorfall die öffentliche Aufmerksamkeit von der Unterhaltung weg auf drängendere Themen lenkte.

Engelkes Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn begann mit der zehnteiligen Webserie "Boah, Bahn!", die im Oktober 2025 startete. Die Sendung begleitete den Arbeitsalltag von Bahnmitarbeitenden – eine Mischung aus Humor und Einblicken hinter die Kulissen. Engelke beschränkte sich nicht auf die Produktion: Sie ließ sich in Logistik und Kundenservice schulen und führte nach einer Schulung im Umgang mit schwierigen Situationen sogar selbst Züge.

Als häufige Bahnreisende trug sie oft eine Maske zum Schutz und stellte fest, dass Fahrgäste ihr gelegentlich besonders freundlich begegneten – möglicherweise, weil sie sie erkannten. Doch die Millionen teure Serie geriet schnell in die Kritik.

Anfang 2026 erschütterte der gewaltsame Tod eines Schaffners in Rheinland-Pfalz die Öffentlichkeit. Kritiker wie der SPD-Politiker Fiedler und der EVG-Gewerkschaftschef Burkert warfen der Bahn vor, das Geld für Engelkes Projekt hätte dringend in Sicherheitsmaßnahmen fließen sollen. Sie verwiesen auf fehlende Mittel für 100 zusätzliche Sicherheitskräfte, bessere Pausenräume oder Bodycams für das Personal. Unter dem öffentlichen Druck stoppte die Deutsche Bahn die Kampagne und räumte ein, sie passe "nicht in die Zeit".

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Die Serie "Boah, Bahn!" endete abrupt – ohne die Arbeitsbedingungen oder das Image der Bahnbeschäftigten nachhaltig zu verbessern. Nach der Tragödie lenkte die Deutsche Bahn ihre Prioritäten um, während Engelkes Experiment als eine kurze, aber umstrittene Episode in Erinnerung blieb. Die Debatte über die Finanzierung von Mitarbeitersicherheit dauert indes an.

Quelle