15 May 2026, 20:31

Abschied nach 400 Jahren: Warum ABB-Senf Düsseldorf nun verlässt

Messingplatte am Boden mit der Inschrift "Heinz Schmelz", umgeben von welken Blättern.

Abschied nach 400 Jahren: Warum ABB-Senf Düsseldorf nun verlässt

Eine jahrhundertealte Tradition endet: ABB-Senf verlässt Düsseldorf

Nach fast 400 Jahren geht in Düsseldorf eine Ära zu Ende: Die Produktion des traditionsreichen ABB-Senfs wird die Stadt verlassen. Der Umzug erfolgt, nachdem der Mietvertrag für das Werk in der Nähe des Düsseldorfer Flughafens auslief und eine Weiterführung am Standort unmöglich machte. Damit verliert der Senf auch sein geschütztes Herkunftszeichen „Düsseldorf“ auf Gläsern und Töpfen.

Seit 1626 wurde ABB-Senf in Düsseldorf hergestellt. Doch nun verlagert die Muttergesellschaft Develey die Produktion nach Moers, eine rund 30 Kilometer entfernte Stadt. Der Entschluss folgte auf das Auslaufen des Pachtvertrags für die Düsseldorfer Produktionsstätte, sodass ein Verbleib in der Stadt nicht mehr realisierbar war.

Der Abzug sorgt für Unmut bei lokalen Politikern – im Düsseldorfer Rathaus soll es bereits Unruhe gegeben haben. Bereits zuvor hatte ein weiterer bekannter Senfhersteller, Löwensenf, seine Produktion nach Thüringen verlegt.

Trotz des Standortwechsels betont Develey, dass sich der Geschmack des ABB-Senfs nicht ändern werde. Um die Verbindung zu Düsseldorf zu wahren, plant das Unternehmen, den Senfladen auszubauen und eine Schaufabrik zu errichten. Dennoch wird die geschützte geografische Angabe „Düsseldorf“ künftig auf den Verpackungen fehlen.

Zum ersten Mal seit Jahrhunderten wird ABB-Senf damit nicht mehr in Düsseldorf produziert. Zwar bleibt das Rezept unverändert, doch mit dem Wegfall des Stadtnamens auf dem Etikett endet eine fast 400-jährige Tradition. Durch die geplante Schaufabrik und den erweiterten Laden möchte Develey dennoch eine Brücke zur historischen Heimat der Marke schlagen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle