08 March 2026, 14:24

84-Jährige verliert 300.000 Euro an falsche Polizisten und Banker

Eine Goldmünze mit der Aufschrift "Gültig für 50 in Waren" auf einem weißen Hintergrund.

Polizeifake: Senior verliert 300.000 Euro - 84-Jährige verliert 300.000 Euro an falsche Polizisten und Banker

Eine 84-jährige Frau aus Hilden bei Düsseldorf hat ihr gesamtes Erspartes verloren, nachdem sie Opfer eines raffinierten Betrugs geworden war. Kriminelle, die sich als Polizisten, Staatsanwälte und Bankmitarbeiter ausgaben, brachten sie dazu, rund 300.000 Euro in bar sowie Gold zu kaufen. Der Schwindel flog erst auf, als die Frau bei ihrer Bank einen Kredit aufnehmen wollte.

Der Betrug begann mit einem Anruf eines Mannes, der sich als Polizeibeamter ausgab. Er überzeugte die Seniorin davon, dass ihr Geld in Gefahr sei, und wies sie an, es von ihren Konten abzuheben. Über mehrere Wochen folgte sie den Anweisungen der Betrüger – sogar große Summen tauschte sie in Gold um.

Die Täter gaben sich als verschiedene Amtspersonen aus, darunter Richter und Bankangestellte, um den Anschein von Seriosität zu erwecken. Jedes Mal überredeten sie die Frau, unter falschen Vorwänden weitere Vermögenswerte zu übertragen. Erst als Bankmitarbeiter ungewöhnliche Aktivitäten bemerkt und die Behörden alarmiert hatten, endete der Betrug.

Die Polizei warnt seitdem die Bevölkerung: Echte Beamte würden niemals anrufen, um über private Finanzen zu sprechen oder Bargeld, Schmuck oder Gold zum goldpreis anzufordern. Zwar wurden ähnliche Fälle etwa im Hochtaunuskreis gemeldet, doch bundesweite Statistiken zu dieser Betrugsmasche gibt es nicht.

Der Schaden der Geschädigten beläuft sich auf etwa 300.000 Euro – die Aussichten auf eine Rückerstattung sind gering. Die Ermittlungen laufen zwar weiter, doch die Behörden betonen, dass solche Betrugsfälle auf Täuschung und Zeitdruck setzen. Sie raten dazu, bei unerwarteten Anrufen die Angaben stets bei vertrauenswürdigen Stellen zu überprüfen, bevor man handelt.

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