08 June 2026, 20:24

76-Jährige aus Isselhorst erhält Bundesverdienstkreuz für lebenslanges Ehrenamt

Lebenswerk in Harmonie von Musik, Kultur und Humanität

76-Jährige aus Isselhorst erhält Bundesverdienstkreuz für lebenslanges Ehrenamt

Ute Schallenberg, eine 76-jährige Frau aus Isselhorst, ist mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte ihr die Ehrung in Würdigung ihres jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagements. Für Schallenberg ist die Auszeichnung kein persönlicher Triumph, sondern ein gemeinsamer Erfolg ihrer Gemeinde.

Ihr Einsatz begann in den 1980er-Jahren, als sie sich für eine hauptamtliche Kantorenstelle in Isselhorst starkmachte. Dank ihres Engagements konnte die Stelle besetzt werden, was die lokale Kirchenmusik nachhaltig stärkte. Später gründete sie mit anderen den Förderkreis Kirchenmusik, den sie über Jahre hinweg leitete und prägte.

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Doch ihr Wirken beschränkte sich nicht auf die Musik: Schallenberg saß im Vorstand des Isselhorster Heimatvereins. Ihr christlicher Glaube war dabei stets Leitfaden – sowohl im Berufsleben als auch im Ehrenamt. Als 2020 jesidische Familien in Niehorst ankamen, unterstützte sie sie praktisch und gründete für die Kinder einen eigenen Chor.

Ihr Mann, Wolfgang Schallenberger, spielte eine zentrale Rolle, indem er die meisten Kirchenkonzerte aufzeichnete. Aus den Mitschnitten produzierte er CDs und bewahrte so die Musik für die Öffentlichkeit. Gemeinsam hinterließen sie damit bleibende Spuren im kulturellen und sozialen Leben Isselhorsts.

Das Bundesverdienstkreuz würdigt Schallenbergs lebenslanges Wirken für andere. Ihr Engagement – von der Kirchenmusik bis zur Flüchtlingshilfe – zeigt eine tiefe Verbundenheit mit dem Gemeinwohl. Die Auszeichnung steht zugleich für den gemeinsamen Einsatz aller, die ihre Initiativen unterstützt haben.

Quelle