Zufit Simons The Fight Club eröffnet das Best OFF Festival mit radikaler Männlichkeit
Kunigunde SegebahnZufit Simons The Fight Club eröffnet das Best OFF Festival mit radikaler Männlichkeit
Choreografin Zufit Simon eröffnet das diesjährige Best OFF Festival für Independent-Theater in Hannover mit ihrem neuesten Werk The Fight Club. Die Produktion markiert einen kühnen Wendepunkt in ihrem künstlerischen Schaffen, der sich auf Kampf und maskuline Bewegungsformen konzentriert. Simon, 1980 in Israel geboren, prägt seit mehr als zwei Jahrzehnten die deutsche Zeitgenössische Tanzszene.
Mit vier Jahren begann sie zu tanzen und studierte später Zeitgenössischen Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Ihr erster großer Erfolg gelang ihr 2005, als ihr Solo fleischlos mit dem dritten Platz als Bestes Deutsches Tanzsolo bei der euroscene Leipzig ausgezeichnet wurde.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich ihr Werk zunehmend experimentell. 2019 führte Foams unchoreografierte Bewegungen, vokale Techniken und technische Verzerrungseffekte ein. Diese Innovation setzte sich in Radical Cheerleading fort, wofür sie 2024 den Best OFF Festival-Preis erhielt.
Trotz ihrer Erfolge sah sich Simon mit Herausforderungen konfrontiert, etwa als das Niedersächsische Ministerium für Kunst und Kultur 2016 die konzeptionelle Förderung strich. Die Schließung des LOT-Theaters 2024 aufgrund von Insolvenz belastete ihr künstlerisches Umfeld zusätzlich. Doch die Unterstützung durch Dietrich Oberländers artblau Tanzwerkstatt in Braunschweig half ihr, ihre Projekte fortzuführen.
2025, mit 45 Jahren, wurde Simon mit dem Münchner Tanzpreis für ihr Lebenswerk geehrt. Nun feiert The Fight Club am 23. April Premiere und zeigt ihre jüngste Auseinandersetzung mit Körperlichkeit und Konfrontation.
Simons Karriere umfasst über 25 Jahre in Deutschland – von frühen Auszeichnungen bis zu jüngsten Ehrungen. Ihr neues Werk The Fight Club spiegelt ihre fortwährende Experimentierfreude mit Bewegung und Form wider. Die Produktion wird auf einem Festival uraufgeführt, auf dem sie bereits ausgezeichnet wurde, und unterstreicht damit ihren Einfluss auf den zeitgenössischen Tanz.






