Zahn-Gold-Spenden in Duisburg: Wie Zähne soziale Projekte unterstützen
Angelo ReuterZahn-Gold-Spenden in Duisburg: Wie Zähne soziale Projekte unterstützen
Gold aus Zahnfüllungen: Duisburger Spendenaktion bringt fast 1,5 Millionen Euro für lokale Projekte ein
Eine langjährige Wohltätigkeitsinitiative in Duisburg hat aus altem Zahngold fast 1,5 Millionen Euro für lokale Zwecke erwirtschaftet. Seit 1996 sammeln dreizehn Zahnarztpraxen extrahierte Zähne mit Goldanteilen und spenden die Erlöse an bedürftige Einrichtungen. Allein in diesem Jahr kamen auf diese Weise fast 32.000 Euro zusammen.
Das ZahnGold-Programm startete 1996 mit dem Ziel, Gold aus alten Füllungen und Kronen sinnvoll weiterzuverwenden. Patienten in den teilnehmenden Praxen können sich dafür entscheiden, ihre entfernten Zähne zu spenden, statt sie zu behalten. Rund 90 Prozent der Behandelten in Duisburg entscheiden sich für diese Option.
Jährlich wählen die beteiligten Praxen aus, welche lokalen Projekte die Gelder erhalten. Zu den bisherigen Begünstigten zählen ein Frauenhaus, die Alzheimer-Gesellschaft, die Initiative Gemeinsam gegen die Kälte sowie RISKID, eine Jugendhilfeorganisation. Das gesammelte Gold wird eingeschmolzen, und der Erlös fließt direkt in diese Projekte.
Anna Jakobson, eine kürzlich hinzugekommene Spenderin, arbeitet im sozialen Bereich und sieht in dem Programm eine einfache Möglichkeit, etwas zurückzugeben. Doch Zahngold wird zunehmend seltener. Die moderne Zahnmedizin setzt heute weniger Gold für Füllungen und Kronen ein, was die Zukunft der Aktion unsicher macht.
Seit fast drei Jahrzehnten unterstützt die Initiative Duisburger Hilfsprojekte. Zwar bleibt die Spendenbereitschaft hoch, doch der Rückgang goldbasierter Zahnbehandlungen könnte die künftige Mittelbeschaffung erschweren. Vorerst aber verwandelt das Programm weiterhin alte Zähne in wertvolle Hilfe für die Gemeinschaft.






