Wohnungsnot in Deutschland erreicht dramatischen Höhepunkt mit 1,4 Millionen fehlenden Wohnungen
Kunigunde SegebahnStudie: 376.000 Wohnungen fehlen in NRW - Wohnungsnot in Deutschland erreicht dramatischen Höhepunkt mit 1,4 Millionen fehlenden Wohnungen
Wohnungskrise in den Bundesländern Deutschlands spitzt sich zu: 1,4 Millionen fehlende Wohnungen bundesweit
Die Wohnungsnot in den Bundesländern Deutschlands hat sich weiter verschärft – mit einem bundesweiten Mangel von 1,4 Millionen Wohnungen. Betroffen sind sowohl Städte als auch ländliche Regionen, besonders hart trifft es junge Menschen und sozial benachteiligte Gruppen. Als Reaktion fordert ein Bündnis von Wohnungsbauinitiativen nun dringende Maßnahmen, um den Bau von bezahlbarem Wohnraum zu beschleunigen.
Die Knappheit hat ein Ausmaß erreicht, wie es seit den frühen 1990er-Jahren nicht mehr zu verzeichnen war. Allein in Nordrhein-Westfalen (NRW) fehlen 376.000 Wohnungen – und die Zahl steigt weiter. Bis 2030 laufen zudem die Mietpreisbremse für die verbleibenden 409.000 sozial gebundenen Wohnungen des Landes aus, was Mieter:innen den ungebremsten Marktpreisen aussetzt.
Um die Krise zu bewältigen, müsste NRW bis 2030 jährlich rund 94.000 neue Wohnungen errichten. Doch 2024 wurden nur 41.000 fertiggestellt – ein Rückgang um 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hohe Zinsen und Baukosten bremsen die Fortschritte zusätzlich aus. Selbst das Ziel von 450.000 Sozialwohnungen bis 2035 bleibt in weiter Ferne, da die jährlichen Neubauten seit 2017 unter 10.000 liegen. Die Allianz für Sozialen Wohnungsbau, zu der auch der Deutsche Mieterbund gehört, drängt nun auf einen Bund-Länder-Pakt. Ihr Vorschlag zielt darauf ab, den Wohnungsbau zu beschleunigen – mit Schwerpunkt auf dem Ausbau sozialer Wohnungen, um die Last für die am stärksten betroffenen Haushalte zu verringern.
Ohne eine deutliche Steigerung der Bauaktivitäten wird sich die Wohnungslücke in NRW und anderen Bundesländern weiter vergrößern. Die aktuellen Bauzahlen liegen weit unter dem Bedarf, sodass viele Menschen weiterhin vergeblich nach bezahlbarem Wohnraum suchen. Der Vorstoß für eine Bund-Länder-Vereinbarung soll die Entwicklung umkehren, bevor sich die Krise weiter zuspitzt.






