Wohnprojekt in Willich: Warum Anwohner gegen 200 neue Wohnungen kämpfen
Kunigunde SegebahnWohnprojekt in Willich: Warum Anwohner gegen 200 neue Wohnungen kämpfen
Geplantes Wohnprojekt in Willich stößt auf massiven Widerstand der Anwohner
Ein vorgeschlagenes Wohnbauvorhaben in Willich hat bei den örtlichen Bewohnern heftige Kritik ausgelöst. Die Stadt plant, auf einem 2,9 Hektar großen Gelände namens Moltkedorf – das derzeit als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird – 200 neue Wohnungen zu errichten. Anwohner äußern Bedenken wegen des erhöhten Verkehrsaufkommens, der Gebäudehöhen und des Verlusts von Grünflächen.
Das Moltkedorf-Projekt soll den dringenden Wohnraummangel in Willich lindern. Die ersten Entwürfe sehen Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften sowie viergeschossige Wohnblocks vor, die um Innenhöfe gruppiert sind. Der Zugang würde über die Moltkestraße erfolgen, ergänzt durch eine Einbahnringstraße, die alle Wohneinheiten verbindet, sowie Parkplätze und eine mögliche Tiefgarage.
Die Anwohner kritisieren jedoch das Ausmaß der Bebauung und warnen, dass hohe Gebäude die benachbarten Kleingartenanlagen beschatten würden. Über 70 Personen haben bereits eine gemeinsame Stellungnahme gegen die Pläne unterzeichnet, weitere Unterschriften werden erwartet. Zu ihren Sorgen zählen zudem Verkehrsstaus, die Erreichbarkeit für Rettungsfahrzeuge und der Verlust von Erholungsflächen.
Das Gelände war ursprünglich als Freifläche ausgewiesen, und die Bewohner argumentieren, dass die Verringerung der Grünflächen das lokale Klima belasten könnte. Sie verweisen auf Risiken durch Starkregen, schlechte Luftzirkulation und langfristige ökologische Schäden. Zwar sind im Plan auch Rad- und Fußwege vorgesehen, die die Kruse-Straße mit An Liffersmühle verbinden sollen, doch bleiben die Anwohner skeptisch, was die Gesamtauswirkungen betrifft.
Die Stadt beabsichtigt, die Flüchtlingsunterkunft Moltkedorf bis Ende des Jahres zu schließen, um Platz für den Bau zu schaffen. Doch das Projekt steht vor erheblichen Hindernissen – aufgrund seiner Größe, der verkehrstechnischen Folgen und der ökologischen Auswirkungen. Die Verantwortlichen müssen die Einwände zunächst ausräumen, bevor das Vorhaben weiterverfolgt werden kann.






