28 January 2026, 03:02

Willich gedenkt Holocaust-Opfern mit bewegender Zeremonie und Schülerprojekten

Ein Steindenkmal in einem Garten, umgeben von Pflanzen, einer Wand, einem Metallzaun, einem Haus, Pfählen, Gras und Bäumen unter einem bewölkten Himmel, zeigt Bilder und Text, die wahrscheinlich Holocaust-Opfern gewidmet sind.

Willich gedenkt Holocaust-Opfern mit bewegender Zeremonie und Schülerprojekten

Feierliche Gedenkveranstaltung in Willich ehrt Holocaust-Opfer mit Gebeten, Transparenten und Appellen gegen modernen Antisemitismus

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Bei einer würdevollen Zeremonie in Willich wurde der Opfer des Holocaust mit Gebeten, Plakaten und Aufrufen zum Kampf gegen den heutigen Antisemitismus gedacht. Schülerinnen und Schüler der 10. und 13. Jahrgangsstufe spielten dabei eine zentrale Rolle, indem sie Ausstellungen gestalteten, die an lokale Opfer erinnerten. Die Veranstaltung vereinte Politiker, Kirchenvertreter und Pädagogen in einem gemeinsamen Akt der Erinnerung.

Der Tag begann mit einem Gebetsgottesdienst in der Schneekapelle. Religionslehrer Pierre Hein leitete die Versammlung und bezog sich dabei auf das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Im Anschluss begaben sich die Teilnehmenden zur Holocaust-Gedenkstätte, wo ein Kranzniederlegungsritual stattfand.

Monatelang hatten die Jugendlichen recherchiert und Transparente mit Porträts lokaler Holocaust-Opfer gestaltet. Ein Banner zeigte das talmudische Zitat: "Ein Mensch wird erst vergessen, wenn sein Name vergessen wird." Die Ausstellungen wurden später, im Januar 2026, im Pädagogischen Zentrum der Öffentlichkeit präsentiert. Max Mamrotski von der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf sprach über die Verbindungen zwischen dem Holocaust und dem heutigen Antisemitismus. Er ermahnte die Schülerinnen und Schüler, Hass entschlossen entgegenzutreten, wo immer sie ihm begegnen. Willichs Bürgermeister Christian Pakusch unterstrich diese Botschaft und mahnte zu wachsamer Aufmerksamkeit gegenüber allen Formen von Vorurteilen. Schulleiterin Andrea Großkraumbach betonte die Notwendigkeit, aus der Geschichte zu lernen. Den Jugendlichen sagte sie, dass das Verständnis der Vergangenheit sie befähige, Verantwortung gegen Ausgrenzung, Gewalt und Hass zu übernehmen.

Die Veranstaltung verband Besinnung mit Handlungsaufforderung. Durch die Recherchen der Schüler und das Engagement der Gemeinschaft wurden die lokalen Holocaust-Opfer gewürdigt. Gleichzeitig machten die Redner deutlich: Der Kampf gegen Antisemitismus bleibt eine dringende Aufgabe für die jüngere Generation.