Wie Museen Nicht-Besucher:innen mit neuen Konzepten erreichen wollen
Ivan SchachtWie Museen Nicht-Besucher:innen mit neuen Konzepten erreichen wollen
Städtisches Museum Lünen richtete Jahreskonferenz des Visitor Research Network aus
Am 2. Februar 2023 war das Städtische Museum Lünen Gastgeber der jährlichen Konferenz des Visitor Research Network. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand die Frage, wie Menschen erreicht werden können, die selten oder nie Museen besuchen – unter dem Motto "Fast da! – (Nicht-)Besucher:innen im Dialog". Fachleute aus Museen, Hochschulen und Kultureinrichtungen tauschten sich über neue Ansätze aus, um ein breiteres Publikum anzusprechen.
Eröffnet wurde die Konferenz mit Grußworten von Bürgermeisterstellvertreter Dr. Christian Klicki und Thomas Schmäschke, stellvertretendem Vorsitzender des Museumsverbands Nordrhein-Westfalen. Ihre Reden leiteten die Diskussionen über innovative Strategien ein, um sogenannte Nicht-Besucher:innen – also Menschen, die üblicherweise keinen Bezug zu Museen haben – stärker einzubinden.
Zu den Referent:innen zählten Prof. Dr. Martin Tröndle, Dr. Thomas Renz und Prof. Dr. Bernd Günter. Sie stellten Methoden vor wie datengestützte Visualisierungen für jüngere Zielgruppen, interaktive Inklusionsprogramme und multisensorische Erlebnisse. Als Beispiel wurde das Museum im Prediger genannt, das 2025 über 26.500 Besucher:innen verzeichnete – darunter 3.600 jüngere Gäste bei der Ausstellung "Wish you were queer".
Praktische Einblicke boten unter anderem Führungen durch die Dauerausstellung des Städtischen Museums Lünen, die lokale Bemühungen zur barriereärmeren Gestaltung von Kulturorten vorstellten. Digitale Anwendungen, immersive Formate und barrierefreier Zugang wurden als zentrale Hebel diskutiert, um die Teilhabe zu erweitern.
Der Museumsverband Nordrhein-Westfalen lobte im Nachgang die reibungslose Organisation der Konferenz sowie die professionelle Arbeit des Museumsteams.
Die Veranstaltung unterstrich einen wachsenden Wandel in deutschen Museen hin zu inklusiveren und interaktiveren Konzepten. Ansätze wie digitale Vermittlung, sinnliche Erlebnisse und zielgruppenspezifische Programme zeigen bereits Wirkung – die Besucherzahlen steigen. Ziel ist es, Museen für ein vielfältigeres Publikum relevanter zu machen.






