16 March 2026, 22:31

Wasserstoffbranche kämpft mit Ölpreisschocks und Investorenflucht

Plakat mit Text und Logo, das "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030" besagt und für eine signifikante Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 wirbt.

Wasserstoffbranche kämpft mit Ölpreisschocks und Investorenflucht

Wasserstoffunternehmen stehen vor neuen Herausforderungen, da schwankende Ölpreise und betriebliche Rückschläge das Anlegervertrauen erschüttern. Am Montag fielen die Aktien von ITM Power um 2,1 % auf 0,73 Euro, nachdem das Unternehmen Schwierigkeiten hatte, neue Erfolge vorzuweisen. Gleichzeitig verschärfen allgemeine Marktbelastungen die Probleme der Branche.

Die Ölpreise haben in den letzten Monaten dramatische Schwankungen erlebt. Zwischen September 2025 und Anfang März 2026 fiel der Preis für Brent-Rohöl aufgrund schwacher Nachfrage und Überangebots auf 55 bis 66 US-Dollar pro Barrel. Doch Mitte März schnellte der Preis innerhalb von nur zwei Wochen auf über 100 Dollar in die Höhe – ein Anstieg um 40 % – nachdem die USA und Israel Militärschläge gegen den Iran gestartet hatten. Dieser plötzliche Preisschub trifft die Wasserstoffbranche hart, da hohe Ölkosten fossile Brennstoffe kurzfristig wettbewerbsfähiger machen.

Das norwegische Unternehmen Nel ASA, das sich auf Wasserstofftechnologien spezialisiert hat, kämpft bereits seit Längerem mit Schwierigkeiten. Geringe Auftragseingänge und sinkende Umsätze haben den Aktienkurs in die Nähe eines historischen Tiefstands von 0,17 Euro gedrückt. Eine kleine Gruppe von Investoren hält zwar weiter an dem Wertpapier fest, doch die allgemeine Stimmung bleibt verhalten.

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Auch Kommunen stoßen bei der Einführung von Wasserstoff auf Probleme. Das Entsorgungsunternehmen der Stadt Bielefeld hatte mit seinen wasserstoffbetriebenen Müllfahrzeugen wiederholt mit Treibstoffknappheit und Zuverlässigkeitsproblemen zu kämpfen. Trotz dieser Hindernisse betonen Stadtvertreter, sie blieben dem Wasserstoff verpflichtet, und bezeichnen die Schwierigkeiten als typische Anfangsprobleme.

Die Kombination aus Ölmarktvolatilität und betrieblichen Herausforderungen setzt die Attraktivität von Wasserstoff auf die Probe. Unternehmen wie ITM Power und Nel ASA verzeichnen ein nachlassendes Investoreninteresse, während Städte wie Bielefeld mit praktischen Schwierigkeiten ringen. Vorerst hängt das Wachstum des Sektors davon ab, diese akuten Hürden zu überwinden.

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