14 April 2026, 16:29

Von Eritrea nach Schildgen: Wie ein Geflüchteter in Deutschland Fuß fasste

Plakat mit einer Weltkarte und dem Text "Wo die Opfer sind: Retten Sie die Überlebenden - 3.950.000 hungernde Menschen", das den Einfluss von Krieg und Hungersnot hervorhebt.

Von Eritrea nach Schildgen: Wie ein Geflüchteter in Deutschland Fuß fasste

Ausstellung in Schildgen erzählt Geschichten von Geflüchteten, die in Deutschland ein neues Leben aufgebaut haben

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Eine Ausstellung in Schildgen präsentiert die Schicksale von Geflüchteten, die in Deutschland Fuß gefasst haben. Einer von ihnen ist Habte Abrahle, der 2015 aus Eritrea floh und heute mit einem Festvertrag auf einem Golfplatz arbeitet. Seine Reise – von der Durchquerung der Sahara bis zur Ansiedlung in Deutschland – wird bei einer bevorstehenden Veranstaltung am 28. November thematisiert.

Habte Abrahle verließ Eritrea, um dem zwangsweisen Militärdienst und der Unmöglichkeit zu entkommen, seine Familie zu ernähren. Seine Route führte ihn durch die Sahara, wo extreme Hitze, Hunger und Durst vielen das Leben kosteten. Nach seiner Ankunft in Deutschland 2015 verbrachte er die ersten Monate in einem Zelt, später in einem Frachtcontainer.

Durch die Initiative "Willkommen in Schildgen" lernte Abrahle Deutsch und erwarb das B1-Sprachzertifikat. Doch er musste sich auf die Arbeit konzentrieren, um seiner Familie in Eritrea und Äthiopien Geld schicken zu können. Nach Praktika als Bäcker und Greenkeeper erhielt er schließlich eine Festanstellung auf einem Golfplatz.

Seine Frau konnte ihm erst 2021 folgen, nachdem es Probleme mit der Heiratsurkunde gegeben hatte. Mittlerweile hat das Paar drei Kinder. Zwar erlebte Abrahle nach seiner Ankunft Rassismus, doch er hat diese Hürden überwunden und sich ein stabiles Leben aufgebaut.

Seine Geschichte ist Teil der Ausstellung "Angekommen" im "Himmel un Ääd", die noch bis zum 6. Dezember zu sehen ist. Am 28. November findet dort eine Veranstaltung statt, bei der Abrahle und ein weiterer Geflüchteter von ihren Erfahrungen in Deutschland berichten.

Die Ausstellung und das Begleitprogramm rücken die Kämpfe und Erfolge von Menschen wie Abrahle in den Fokus. Sein Weg – vom Überlebenskampf in der Wüste bis hin zu einem sicheren Job und einem Familienleben – zeigt die Herausforderungen und Chancen eines Neuanfangs. Das Projekt "Angekommen" läuft noch bis Anfang Dezember und bietet Einblicke in diese persönlichen Lebenswege.

Quelle