Tischtennis gegen Parkinson: Wie ein Verein in Bergisch Gladbach Leben verändert
Friedl RädelTischtennis gegen Parkinson: Wie ein Verein in Bergisch Gladbach Leben verändert
Ein örtlicher Tischtennisverein ist zur Lebensader für Menschen mit Parkinson geworden
Der TTC Bärbroich in Bergisch Gladbach arbeitet seit fünf Jahren mit der Initiative PingPongParkinson (PPP) zusammen und bietet in seiner TTreff-Anlage in Herkenrath spezielles Training an. Was einst als Sportprogramm begann, hat sich mittlerweile zu einer lebendigen Selbsthilfegruppe mit über 40 Stammmitgliedern entwickelt.
Die offizielle PPP-Abteilung des Vereins startete Mitte 2021 und bietet strukturierte Tischtenniseinheiten für Bewohner Bergisch Gladbachs und der umliegenden Region an. Das Programm zielt darauf ab, Parkinson-Symptome durch aktives Spiel zu lindern und gleichzeitig ein Gemeinschaftsgefühl zu stärken. Die Mitglieder tauschen sich zudem über Medikamentenforschung und Erfahrungen mit Reha-Kliniken aus – ein Netzwerk der gegenseitigen Unterstützung ist entstanden.
Neben dem Training festigt die Gruppe den Zusammenhalt durch gemeinsame Aktivitäten wie Radtouren, Grillfeste und Theaterbesuche. Ihr Wettkampfgeist zeigte sich 2022, als das PPP-Team den Bergischen Pokal gewann und dabei Mannschaften aus Olpe-Wenden, Rönsahl, Wipperfürth und Wuppertal besiegte.
Zum fünften Jubiläum der Abteilung im Jahr 2026 wird am 28. März der Strunde-Cup stattfinden – ein großes Turnier mit 48 Teilnehmern, die alle mit Parkinson leben und durch ihre Leidenschaft für Tischtennis verbunden sind.
Ähnliche PPP-Gruppen gibt es in ganz Nordrhein-Westfalen, darunter der Werner Sport Club in Werne (seit einem Jahr aktiv) und der TTV Hervest-Dorsten, der sogar international erfolgreiche Spieler stellt. Besonders die Regionen Münsterland und Hohe Mark (Dorsten) haben sich zu Zentren der Initiative entwickelt.
Die PPP-Abteilung des TTC Bärbroich ist längst über ein kleines Sportangebot hinausgewachsen – sie ist zu einem etablierten Unterstützungsnetzwerk geworden. Mit regelmäßigem Training, gemeinsamen Aktivitäten und sportlichen Erfolgen verbessert sie nachhaltig die Lebensqualität der Teilnehmer. Der anstehende Strunde-Cup wird die Entwicklung der Gruppe und ihre Bedeutung für die Parkinson-Community weiter unterstreichen.






