22 January 2026, 19:23

Theaterstück über Walter-Lübcke-Mord zeigt Gefahren des Rechtsextremismus in Deutschland

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung des Reichshallen Theaters in Berlin, Deutschland, die das Auditorium mit Sitzreihen, Säulen und einer Decke zeigt, mit Text am unteren Rand.

Theaterstück über Walter-Lübcke-Mord zeigt Gefahren des Rechtsextremismus in Deutschland

Ein neues Theaterstück untersucht den Aufstieg des rechtsextremen Extremismus in Deutschland – inspiriert vom Mord an Walter Lübcke 2019

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Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke wurde von einem Rechtsextremisten vor seiner Haustür erschossen. Nun widmet sich das Westfälische Landestheater in einer neuen Produktion den Bedrohungen für die Demokratie und den Gefahren, denen Politikerinnen und Politiker ausgesetzt sind.

Der CDU-Politiker Walter Lübcke wurde am 1. Juni 2019 auf der Terrasse seines Hauses ermordet. Sein Mörder, Stephan Ernst, hatte 2015 an einer Bürgerversammlung in Lohfelden teilgenommen, bei der Lübcke über die Unterbringung von Geflüchteten sprach. In den folgenden Jahren radikalisierte sich Ernst zunehmend, bis er Lübcke schließlich aus Rache für dessen Flüchtlingspolitik erschoss.

Am 28. Januar 2021 wurde Ernst zu lebenslanger Haft verurteilt. Sein Fall steht exemplarisch für eine besorgniserregende Entwicklung: die zunehmende Bereitschaft rechtsextremer Kreise, Gewalt und Mord als politische Mittel einzusetzen. Die neue Produktion, die mit Unterstützung von Lübckes Familie und gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen entstanden ist, stellt sich diesen Gefahren. Das Stück thematisiert zudem die wachsende Bedrohung und Belästigung von Politikerinnen und Politikern durch rechtsextreme Gruppen.

Karten sind über das Zentrale Kultur- und Tourismusbüro oder den Webshop des Kulturbüros erhältlich. Die Preise liegen zwischen 15 und 26 Euro, ermäßigt für Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Bundesfreiwilligendienstleistende.

Die Inszenierung dient als eindringliche Mahnung vor den Risiken, die der Extremismus für das heutige Deutschland darstellt. Durch die Auseinandersetzung mit dem Attentat auf Lübcke und der Radikalisierung seines Mörders soll das Bewusstsein für die anhaltenden Bedrohungen demokratischer Werte geschärft werden. Die Tickets bleiben erschwinglich, um sicherzustellen, dass das Stück ein breites Publikum erreicht.