Telekom übernimmt DOKOM21-Glasfasernetz in Essen nach strategischem Verkauf
Ivan SchachtTelekom übernimmt DOKOM21-Glasfasernetz in Essen nach strategischem Verkauf
DOKOM21 verkauft Glasfasernetz in Essen an Deutsche Telekom
DOKOM21 hat sein 75 Kilometer langes Glasfasernetz in den Essener Stadtteilen Frohnhausen und Huttrop an die Deutsche Telekom veräußert. Damit zieht sich das Unternehmen vollständig aus der Stadt zurück. Nach Angaben von Unternehmensvertretern erfolgte die Entscheidung nach einer strategischen Überprüfung und nicht aufgrund finanzieller Schwierigkeiten.
Der Verkauf wurde abgeschlossen, nachdem die Deutsche Telekom in Verhandlungen unter gleichen Bedingungen das beste Angebot vorgelegt hatte.
Die Zukunft des Netzes war monatelang Gegenstand von Diskussionen. DOKOM21 erwog Optionen wie den Ausbau der hausinternen Glasfaser zu einem vollständigen FTTH-System (Fiber-to-the-Home) oder den Erhalt des Status quo. Eine weitere Möglichkeit bestand darin, die Infrastruktur zu verkaufen, aber über Offene-Zugangs-Vereinbarungen weiterhin Nutzungsrechte zu behalten. Diese Alternativen hätten jedoch hohe Investitionen erfordert, weshalb sich das Unternehmen für einen vollständigen Verkauf entschied.
Der Zeitpunkt der Entscheidung fiel mit dem Auslaufen eines Nebenkostenprivilegs zum 1. Juli 2024 zusammen. Trotz dieser Änderung blieb das Netz wirtschaftlich tragfähig. DOKOM21 prüfte zwar auch andere Käufer, doch das Angebot der Telekom stieg als bestes hervor. Die Mitgliedschaft des Unternehmens im Branchenverband BUGLAS spielte bei dem Prozess keine Rolle.
Die Übergabe läuft nun nach Plan an. DOKOM21 wird alle betroffenen Kunden direkt kontaktieren und eng mit der Telekom zusammenarbeiten, um Unterbrechungen so gering wie möglich zu halten. Die technischen Details der Übergabe sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Die Telekom wird ihren Markteintritt separat bekannt geben, doch die Kunden erhalten während des Wechsels weiterhin FTTH-Dienste.
Sobald die Telekom das Netz als offene Infrastruktur ausbaut, können Nutzer auch alternative Anbieter wählen.
Der Verkauf sichert einen stabilen Übergang für die Kunden, ohne dass es zu unmittelbaren Dienstausfällen kommt. DOKOM21 steht den Nutzern während der Übergangsphase weiterhin unterstützend zur Seite. Langfristig plant die Telekom, nach Abschluss der Aufrüstungsarbeiten auch anderen Anbietern den Zugang zum Netz zu ermöglichen.






