Telekom stoppt umstrittene Netzwerknamen-Aktion nach Gerichtseingriff
Angelo ReuterTelekom stoppt umstrittene Netzwerknamen-Aktion nach Gerichtseingriff
Die Deutsche Telekom hat bei ihrer jüngsten Werbeoffensive einen unerwarteten Dämpfer hinnehmen müssen. Das Unternehmen hatte die Namen der Mobilfunknetze auf den Geräten der Nutzer geändert, um damit den Slogan "Im besten Netz" zu bewerben. Doch die Aktion endete abrupt, nachdem Anfang Februar Berichte über Verwirrung und mögliche rechtliche Schritte aufkamen.
Die Aktion war im Januar gestartet worden: Statt der üblichen Bezeichnung "Telekom.de" erschien auf den Geräten der Kunden plötzlich "Im besten Netz". Ziel war es, die Netzqualität des Unternehmens hervorzuheben - doch schnell hagelte es Kritik. Einige Nutzer hielten die Änderung für einen Hacking-Versuch, andere bemängelten die Nutzung von Smartphones für ungewollte Werbung.
Ursprünglich hatte die Deutsche Telekom angekündigt, der Slogan solle bis zum 22. Februar zu sehen sein. Doch bereits Anfang Februar zeigten Tests, dass neu aktivierte SIM-Karten und eSIM-Profile den Werbetext nicht mehr anzeigten. Die Rückkehr zur ursprünglichen Bezeichnung "Telekom.de" erfolgte deutlich früher als geplant.
Laut Berichten von Caschys Blog hatte das Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen die Kampagne erlassen. Das Gericht gab keine weiteren Details bekannt, und es wurden keine offiziellen Unterlagen zur Verfügung oder deren rechtlicher Begründung veröffentlicht. Dennoch kehrte das Unternehmen vorzeitig zum ursprünglichen Netzwerknamen zurück.
Das vorzeitige Ende der Aktion wirft Fragen zur Rolle des Gerichts auf. Die Kunden sahen den alten Netzwerknamen wiederhergestellt, und weitere werbliche Änderungen blieben aus. Ob die Deutsche Telekom die Aktion in abgewandelter Form wieder aufnehmen wird, dazu äußerte sich das Unternehmen bisher nicht.
Telekom's 4-Wochen-Kampagnenplan enthüllt
Die Kampagne, die 'Im besten Netz' anzeigen soll, war initially für vier Wochen geplant. Nun werden wichtige Details bekannt:
- Der Netzwerknamenwechsel begann am 22. Januar mit TV- und Online-Werbespots.
- Telekom bestätigte, dass die Änderung bis zum 22. Februar ohne Kundeneinwilligung dauern wird.
- Benutzer konnten die Änderung mit neuen SIM/eSIM-Karten nach Geräteersatz umgehen.






