Tausend Kölnern gegen Rassismus: Protestmarsch mit klarem Signal an die AfD
Kunigunde SegebahnTausend Kölnern gegen Rassismus: Protestmarsch mit klarem Signal an die AfD
Über tausend Menschen zogen am Samstag durch Köln, um gegen Rassismus zu protestieren. Die Demonstration fand anlässlich des Internationalen Tags zur Beseitigung der Rassendiskriminierung statt und wurde vom Bündnis "Köln stellt sich quer" organisiert. Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen Fahnen und Plakate mit Botschaften wie "Herz statt Hass", um sich gegen Diskriminierung und die rechtspopulistische AfD zu positionieren.
Der Protest begann am Sudermannplatz, wo sich die Menge versammelte, bevor sie entlang des Hohenzollernrings in Richtung Rudolfplatz zog. Die Polizei hatte zunächst mit bis zu 10.000 Teilnehmenden gerechnet, doch erste Schätzungen ergaben eine tatsächliche Beteiligung von etwas über 1.000 Menschen. Trotz der geringeren Zahlen blieb die Stimmung entschlossen und lebendig.
Am Rudolfplatz schloss sich an den Marsch eine Kundgebung an, bei der der satirische Künstler Jacques Tilly mit einem Motivwagen vertreten war. Bekannt für seine Protestkunst gegen die AfD, bereicherte Tillys Beitrag die Demonstration um ein markantes visuelles Element. Die Veranstaltung war eine von mehreren Initiativen in Köln, die am internationalen Aktionstag zu mehr Engagement gegen Rassismus aufriefen.
In den vergangenen fünf Jahren zogen Anti-Rassismus-Proteste in Köln – wie etwa "Köln Pride" oder Veranstaltungen im Rahmen der "Rhöndorfer Erklärung" – zwischen 5.000 und 15.000 Menschen an. 2023 erreichte die Teilnehmerzahl mit über 10.000 einen Höhepunkt. Zwar liegen diese Zahlen unter denen in Berlin (bis zu 50.000) oder Hamburg (bis zu 20.000), doch zeigen sie im Vergleich zu kleineren Städten wie Dresden, wo die Beteiligung oft unter 5.000 bleibt, ein starkes lokales Engagement.
Die Demonstration endete mit einer klaren Botschaft gegen Rassismus und rechtsextreme Politik. Auch wenn weniger Menschen kamen als erwartet, unterstrich die Veranstaltung Kölns anhaltende Teilhabe an der Anti-Diskriminierungsbewegung. Organisatorinnen, Organisatoren und Teilnehmende nutzten den Tag, um ihren Einsatz für Gleichberechtigung und Inklusion zu bekräftigen.






