01 February 2026, 18:56

Streit um neues Suchthilfezentrum im Kölner Pantaleonsviertel entbrannt

Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme der New York State Penitentiary mit einer Wand auf der rechten Seite, Bäumen und Pflanzen auf der linken Seite und einer Brücke im Hintergrund, mit Text unten, der den Standort als New York City, New York, New Jersey, NY, USA identifiziert.

Streit um neues Suchthilfezentrum im Kölner Pantaleonsviertel entbrannt

Ein neues Suchthilfezentrum im Kölner Pantaleonsviertel hat unter Anwohnern eine kontroverse Diskussion ausgelöst. Der Vorschlag kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Stadt erwägt, Elemente des Zürcher Modells zu übernehmen, um den steigenden Konsum von Crackkokain in offenen Drogenszenen einzudämmen. Gegen die Pläne regt sich bereits Widerstand.

In den Innenstädten Nordrhein-Westfalens hat der Crackkonsum in offenen Drogenszenen stark zugenommen. Anders als bei Opioidabhängigkeit gibt es derzeit keine medikamentengestützte Behandlung für Cracksucht, was die Hilfsmaßnahmen erschwert. Behörden betonen, dass die Bekämpfung von Obdachlosigkeit und die langfristige Finanzierung zentral sind, um den öffentlichen Drogenkonsum zu reduzieren.

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Mehrere Städte in NRW, darunter Düsseldorf, Köln und Essen, betreiben bereits Drogenkonsumräume unter Aufsicht. Dortmund verfügt über eine solche Einrichtung und hatte eine zweite geplant, die jedoch bis Anfang 2026 noch nicht realisiert wurde. Allerdings fehlt in der Region eine einheitliche Suchtstrategie, sodass die Kommunen die Ressourcen eigenständig verwalten müssen.

Das Zürcher Modell, das auf Prävention, Behandlung, Schadensminimierung und Regulierung – statt auf Repression – setzt, wird als mögliche Lösung diskutiert. Dieser Ansatz erlaubt den Verkauf kleiner Mengen Crack in dafür vorgesehenen Einrichtungen, um den Straßenhandel einzudämmen. Eine Übertragung auf NRW würde jedoch eine individuelle Bewertung der Gegebenheiten in jeder Stadt erfordern.

Das geplante Kölner Suchthilfezentrum soll die Unterstützungsangebote bündeln und die offenen Drogenszenen zurückdrängen. Falls umgesetzt, könnte es einen Wandel hin zu Schadensminimierungsstrategien nach Zürcher Vorbild einläuten. Der Erfolg solcher Maßnahmen hängt jedoch von einer dauerhaften Finanzierung und der Zusammenarbeit vor Ort ab.