Spectakulärer Geldtransport-Raub: Prozess um Insider-Verdacht beginnt in Wuppertal
Kunigunde SegebahnSpectakulärer Geldtransport-Raub: Prozess um Insider-Verdacht beginnt in Wuppertal
Am 19. Februar beginnt vor dem Amtsgericht Wuppertal ein aufsehenerregender Prozess. Im Mittelpunkt steht ein bewaffneter Überfall aus dem Jahr 2019 in Solingen, bei dem Angreifer mitten am Tag einen Geldtransport überfallen hatten. Einige der Angeklagten wurden bereits verurteilt, doch nun müssen sich die verbleibenden Beschuldigten vor Gericht verantworten.
Der Raub ereignete sich im Januar 2019 in einer Filiale der Sparkasse an der Fronhofstraße. Eine Gruppe von Tätern überfiel Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsunternehmens, als diese Geldautomaten nachfüllten. Ein Angestellter wurde festgehalten, die Täter erbeuteten schätzungsweise 526.000 Euro aus den Geldkassetten.
Die Ermittler gingen später davon aus, dass einige der Räuber Insider waren – also Mitarbeiter desselben Sicherheitsdienstes. Um ihre Spuren zu verwischen, sollen die Täter sogar einen ihrer eigenen Komplizen gefesselt und den Raub als klassischen Überfall inszeniert haben.
Ein Teil der Beute konnte später sichergestellt werden: Die Polizei beschlagnahmte 344.100 Euro in einer Dortmunder Wohnung. Zwei Angeklagte waren bereits in separaten Verfahren abgeurteilt worden – einer erhielt 2021 eine vierjährige Haftstrafe wegen Raubes und Waffenvergehen, ein weiterer wurde 2022 zu drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.
Nun wird das Gericht über die verbliebenen Beschuldigten entscheiden, die bis zu einem Urteil als unschuldig gelten. Der Fall, der sich nun bereits über sechs Jahre hinzieht, wirft komplexe Vorwürfe auf, darunter Insider-Beteiligung und manipulierte Beweislage. Mit einem endgültigen Urteil ist nach Abschluss der Verhandlung zu rechnen.






