03 April 2026, 16:42

Solinger Kirchenkreis steht vor historischer Fusion mit Nachbarregionen

Kleine Kirche mit Uhrenturm als Kirche des Heiligen Grabes inmitten einer Stadt mit Häusern, einem Zaun, Grünfläche, einem Weg, Bäumen, Strommasten und einem bewölkten Himmel.

Solinger Kirchenkreis steht vor historischer Fusion mit Nachbarregionen

Am kommenden Wochenende trifft sich der Evangelische Kirchenkreis Solingen zu seiner Herbstsynode in der Stadtkirche Mitte am Fronhof. Die Delegierten stimmen dort über einen grundlegenden Vorschlag ab: die Fusion mit den beiden Nachbarkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg. Die Beratungen markieren einen wichtigen Schritt bei der Neuordnung der kirchlichen Verwaltung in der Region.

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Die Synode beginnt am Freitagabend mit dem Haushaltsbericht und einer Würdigung der verstorbenen Pfarrerin Astrid Klumb. Am folgenden Tag stehen der Fusionsplan sowie die Initiative "Klingenkirche 2030" im Mittelpunkt.

Erste Gespräche mit den Kirchenkreisen Düsseldorf-Mettmann und Niederberg fanden im Sommer 2025 statt. Seitdem hat eine gemeinsame Sitzung aller drei Synodalvorstände beschlossen, den Fusionsprozess im Januar 2026 einzuleiten – sofern die Synode zustimmt. Sollte der Beschluss fallen, könnte die Umstrukturierung drei bis vier Jahre dauern, wobei in jeder Phase wichtige Weichenstellungen vorgenommen werden.

Superintendentin Dr. Ilka Werner argumentiert, dass eine Beibehaltung der Eigenständigkeit Solingens die Ressourcen des Kirchenkreises überlasten würde. Eine Fusion biete dagegen eine effizientere Struktur. Dennoch streben die Solinger Gemeinden an, auch innerhalb des neuen Großkreises eine eigene regionale Identität zu bewahren – etwa durch lokale Entscheidungshoheiten.

Am Samstagmorgen wird Solingens neu gewählter Oberbürgermeister Daniel Flemm vor der Abstimmung ein Grußwort an die Synode richten.

Das Ergebnis der Synode entscheidet, ob der Fusionsprozess bereits 2026 beginnt. Bei Erfolg würden die drei bisherigen Kirchenkreise zu einer einheitlichen Verwaltungsstruktur zusammenwachsen – mit Auswirkungen auf die Arbeitsweise der örtlichen Gemeinden im neuen Verbund.

Quelle