Solingens Kerstinghaus: Bürger fordern echte Mitsprache bei der Zukunftsplanung
Ivan SchachtSolingens Kerstinghaus: Bürger fordern echte Mitsprache bei der Zukunftsplanung
Die Zukunft des Solinger Kerstinghauses steht zur Debatte
Die Bürgerinitiative Bürger für Solingen (BfS) fordert eine breite öffentliche Beteiligung, bevor über das Kerstinghaus endgültig entschieden wird. Die zentrale Lage des Gebäudes am Graf-Wilhelm-Platz sei zu bedeutend, um über seine Zukunft hinter verschlossenen Türen zu verhandeln, argumentiert das Bündnis.
Die Initiative besteht darauf, dass Verwaltung und Politiker gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die künftige Nutzung des Hauses gestalten müssen. Ein Jugendcafé wurde bereits als mögliche Option genannt, doch BfS betont, dass auch andere Ideen geprüft werden sollten. Warnend fügt das Bündnis hinzu, dass Entscheidungen nicht allein in Behördenstuben oder entlang von Parteigrenzen fallen dürfen.
Echte Bürgerbeteiligung dürfe dabei kein bloßer Formalakt sein, so die Forderung. Stattdessen könnten Workshops, digitale Plattformen oder ein Ideenlabor dazu beitragen, Anregungen von Anwohnern, Unternehmen, Jugendlichen und lokalen Gruppen zu sammeln. Ziel sei es, ein Konzept zu entwickeln, das auf breite Zustimmung stößt und teure Fehlplanungen vermeidet.
BfS ist überzeugt: Nur durch eine echte Einbindung der Bevölkerung entstehe ein nachhaltiger Plan. Das Kerstinghaus könne eine Schlüsselrolle bei der Belebung der Solinger Innenstadt spielen – allerdings nur, wenn seine Zukunft im Einklang mit den Bedürfnissen der Stadtgesellschaft gestaltet werde.
Nun sind die Solingerinnen und Solinger aufgerufen, ihre Visionen für das Kerstinghaus einzubringen. Die Stadtverwaltung hat einen partizipativen Prozess gestartet, um Ideen und Feedback zu sammeln. Die Ergebnisse werden entscheiden, wie das Gebäude in den kommenden Jahren zur städtischen Entwicklung Solingens beiträgt.






