14 February 2026, 11:33

Solingen reformiert Mittagsbetreuung für Grundschulkinder ab August 2026

Eine Gruppe von Kindern steht vor einem Gebäude, umgeben von blühenden Pflanzen und Bäumen, unter einem klaren blauen Himmel, einige halten Taschen.

Solingen reformiert Mittagsbetreuung für Grundschulkinder ab August 2026

Solingen reformiert sein Betreuungsangebot für Grundschulkinder in der Mittagszeit – die Änderungen treten am 1. August 2026 in Kraft. Die Neuerungen umfassen angepasste Gebührenstrukturen, flexiblere Betreuungsmodelle und eine Umverteilung der Kinder auf verschiedene Programme. Laut Stadtverwaltung sollen die Reformen berufstätige Familien besser unterstützen und den Druck auf die Ganztagsschulplätze (OGS) verringern.

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Das überarbeitete Übermittagsbetreuungs-Programm (UMI) wird künftig nach einem standardisierten Modell ablaufen und täglich bis 14 Uhr Betreuung anbieten – einschließlich der Schulferien. Die Kosten für das Angebot staffeln sich nach dem Familieneinkommen; Eltern zahlen einen einkommensabhängigen Anteil gemäß einer überarbeiteten Gebührenordnung. Diese Regelung entspricht den Vorgaben der Landesregierung, die klare Satzungen für Elternbeiträge in der außerschulischen Betreuung außerhalb des Ganztagsprogramms (OGS) fordert.

An drei Grundschulen wird zudem das flexible Modell UMI Flex erprobt. Dabei können Kinder täglich bis 14 Uhr bleiben und haben zusätzlich die Möglichkeit, an zwei Nachmittagen pro Woche bis 15 Uhr betreut zu werden. Die Stadt wird den Pilotversuch evaluieren, bevor über eine mögliche Ausweitung entschieden wird.

Ziel der Umstrukturierung ist es auch, rund 1.000 Kinder, die derzeit in Ganztagsangeboten betreut werden, in UMI-Gruppen zu verteilen. Dadurch sollen OGS-Plätze für Familien freigemacht werden, die eine längere oder intensivere Betreuung benötigen. Die meisten der 43 bestehenden UMI-Gruppen in Solingen bieten bereits eine Form der Mittagsbetreuung an, wobei unklar bleibt, wie viele Schulen bisher ganz ohne ein solches Angebot auskommen.

Das neue System sieht verschiedene Zeitmodelle vor und löst damit die bisherige starre Wahl zwischen Halbtags- und Ganztagsbetreuung ab. Die Stadt betont, dass die Reformen unterschiedliche Familienbedürfnisse berücksichtigen und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern sollen.

Ab August 2026 gelten die neuen Regelungen, die flexiblere und einkommensabhängige Mittagsbetreuungsoptionen einführen. Sollte sich das UMI-Flex-Modell bewähren, könnten weitere Schulen das erweiterte Nachmittagsangebot übernehmen. Die Änderungen sollen zusätzliche Betreuungskapazitäten schaffen und Familien mehr Spielraum bei der Organisation der schulischen Aufsicht geben.