Silvester in NRW: Weniger Angriffe, aber mehr verletzte Polizisten durch Feuerwerk
Friedl Rädel22 Polizisten leichten Verletzungen an Silvester - Silvester in NRW: Weniger Angriffe, aber mehr verletzte Polizisten durch Feuerwerk
Silvesterfeiern in Nordrhein-Westfalen: Fortschritte und Herausforderungen für die Polizei
Die Silvesterfeiern in Nordrhein-Westfalen brachten für die Polizei sowohl Verbesserungen als auch neue Herausforderungen mit sich. Zwar gingen die Angriffe auf Beamte zurück, doch verletzten sich mehr Polizisten leicht als im Vorjahr. Gleichzeitig verhängten die Behörden deutlich mehr Platzverweise, nahmen aber insgesamt weniger Personen fest.
Während der Feiern 2025/2026 registrierte die Polizei 30 Angriffe auf Einsatzkräfte – neun weniger als im Jahr zuvor. Dennoch erlitten 22 Beamte leichte Verletzungen, fünf mehr als bei der letzten Silvesternacht. Die Gründe für den Anstieg der Verletzungen sind noch unklar.
Die Zahl der Platzverweise stieg um 16 Prozent auf 1.396 im gesamten Bundesland. Gleichzeitig sank die Anzahl der Festnahmen um 9 Prozent; 154 Personen wurden in Gewahrsam genommen. Vorläufige Festnahmen gingen sogar stark zurück – von einer nicht näher genannten höheren Zahl auf nur noch sieben.
Die Gesamtzahl der Körperverletzungsdelikte reduzierte sich um 27 Prozent auf 263 Vorfälle, darunter 168 Fälle von schwerer Körperverletzung. Allerdings starben in Bielefeld zwei 18-Jährige, als selbstgebaute Pyrotechnik in der Silvesternacht explodierte. Zudem gab es Brände, die möglicherweise mit Feuerwerk in Verbindung standen, doch ein allgemeiner Trend zu feuwerkbedingten Verletzungen ließ sich nicht bestätigen.
Die aktuellen Zahlen zeigen zwar einen Rückgang bei Gewaltvorfällen und Festnahmen, doch bleiben die Verletzungen von Einsatzkräften und die Gefahren durch Feuerwerk ein Problem. Die Polizei beobachtet die Entwicklungen weiterhin genau, um sich auf künftige Feiern vorzubereiten.






